Pickel, Migräne, Stress mit den Eltern, süchtig nach dem Smartphone, Sorgen um die Figur und dann noch verliebt – Jugend­liche können über all das mit ihrem Arzt sprechen, dem Kinder­arzt. Er muss dafür 13- bis 14-Jährigen eine Vorsorgeunter­suchung anbieten, die Jugend­unter­suchung J1. Dabei checkt er die körperliche Gesundheit gleich mit. Doch viele Jugend­liche gehen nicht hin. Nur knapp jeder zweite nahm von 2009 bis 2014 an der J1 teil. Darauf macht das Zentral­institut für die kassen­ärzt­liche Versorgung aufmerk­sam. Es fallen regionale Unterschiede auf: Während in Bayern maximal 41 Prozent der Teen­ager das Angebot nutzten, waren es in Rhein­land-Pfalz bis zu 60 Prozent. Die positi­vere Resonanz dort begründet das Institut damit, dass Gesund­heits­behörden die Jugend­lichen persönlich einge­laden hätten. Viele Krankenkassen bieten für 16- bis 17-Jährige freiwil­lig eine J2 an. Wie viele dorthin gehen, ist uner­forscht.

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