Der Bundesfinanzhof hat ein Machtwort gesprochen: Das Finanzamt darf bei der gemeinsamen Steuerveranlagung von Ehepaaren nicht mehr Ehepartner benachteiligen, die allein für ­ihre Kranken-, Renten- und Lebensversicherungsbeiträge (Vorsorgeaufwendungen) aufkommen (Az. XI R 11/03).

Geklagt hatte ein Geschäftsführer einer GmbH. Obwohl er, anders als seine sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ehefrau, seine Vorsorgebeiträge allein bezahlen muss, kürzte das Finanzamt seine Vorsorgeaufwendungen von 9 700 Euro um mehr als 5 700 Euro. Dazu kommt es, weil das Finanzamt bei der Berechnung des Abzugsbetrags auch das Gehalt der Ehefrau einbezieht.

Das geht nun nicht mehr. Jetzt muss das Finanzamt für jeden Ehepartner den Abzugsbetrag für die Vorsorge extra ermitteln.

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