Vorsorge Meldung

Zwei bis fünf von 1.000 Babys kommen schwerhörig auf die Welt. Keine andere angeborene Erkrankung ist häufiger. Entdeckt wird eine Hörstörung meist erst im 2. bis 5. Lebensjahr.

"Das ist viel zu spät", meint Professor Markus Hess vom Hamburger Arbeitskreis für das Hörscreening bei Neugeborenen (H.A.H.N. e. V.). "Die Grundlagen für ihre Hör- und Sprachentwicklung erwerben Kinder in den ersten zwei Jahren. Meist müssen diese Kinder sonst auf eine Sonderschule gehen."

Auf Initiative des Arbeitskreises soll jetzt in Hamburg eine universelle Hörkontrolle eingeführt werden. Mit tragbaren Kontrollgeräten können künftig alle Neugeborenen bereits in der Geburtsklinik auf Hörfehler untersucht werden. Dem schlafenden Säugling wird eine Sonde in den äußeren Gehörgang geschoben, die Töne aussendet. Bei Neugeborenen mit speziellem Risikofaktor wird die Hirnaktivität gemessen. Weitere Infos zum Thema: www.hahn-hh.de

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