Wer auf der Auto­bahn wegen einer Beschädigung der Reifen einen Unfall baut, hat Anspruch auf Leistungen aus seiner Voll­kasko­versicherung (Land­gericht Karls­ruhe, Az. 9 O 95/12).

Im vorliegenden Fall war einem Auto­fahrer während der Fahrt der rechte Reifen geplatzt. Dadurch wurden Karosserieteile an seinem Auto beschädigt. Ein Gutachter stellte fest, dass die Ursache ein schrauben­ähnlicher Gegen­stand war, der bei der Fahrt in den Reifen einge­drungen war. Der Auto­fahrer verlangte die Reparatur­kosten von seiner Kasko­versicherung. Als diese sich weigerte zu zahlen, klagte der Mann.

Das Gericht gab ihm recht. Die Schäden am Auto seien nicht „durch einen Betriebs­vorgang“ zustande gekommen. In dem Fall gehe es vielmehr um einen von „einem von außen einge­drungenen Fremdkörper verursachten Reifen­platzer“ und somit um einen im Fall des Klägers versicherten Unfall, so die Begründung des Land­gerichts. Die Voll­kasko­versicherung muss die Reparatur­kosten also bezahlen.

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