Keinen Anspruch auf Leistungen ihrer Vollkaskoversicherung hat eine Autofahrerin, die sich während der Fahrt nach einer brennenden Zigarette bückte und dabei einen parkenden Wagen rammte. Die Frau gab an, sie hätte das andere Auto erst bemerkt, als es knallte.

Das Oberlandesgericht Hamm urteilte: Die Versicherung muss für den Crash nicht zahlen. Die Raucherin habe den Unfall durch grobe Fahrlässigkeit selbst verursacht, dadurch verliere sie ihren Kaskoschutz (Az. 20 U 155/99). Die Hammer Richter tadelten das Verhalten der Frau als "unentschuldbar, leichtfertig und sorglos". Sie hätte ohne weiteres an den Fahrbahnrand fahren können, um die Zigarette aufzuheben.

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