Volks­bank Reutlingen Meldung

Die Volks­bank Reutlingen hat die Einführung eines Negativzinses für Giro­konten sowie Tages- und Fest­geld­konten vor­erst gestoppt. Zuvor hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg die Bank abge­mahnt und sie aufgefordert, die rechts­widrige Einführung von Negativzinsen zurück­zunehmen.

Der Bank­vorstand lenkt ein

Wer sein Spargeld zur Volks­bank Reutlingen bringt, bekommt keinen Zins mehr, sondern muss noch drauf zahlen. So etwas sollte nach den veränderten Geschäfts­bedingungen der Volks­bank zukünftig möglich sein. Dann schritt die Verbraucherzentrale ein und mahnte die Bank ab. Noch vor Ablauf der auf Ende Juni gesetzten Frist hat nun der Vorstand der Bank einge­lenkt und die im Preis­aushang genannten Negativzinsen gestrichen. In einem offenen Brief an Kunden verteidigt der Bank­vorstand sein Vorgehen. Dort heißt es, die Aufnahme von Negativzinsen in den Preis­aushang sei nur vorsorglich für den Fall erfolgt, dass es wirt­schaftlich geboten sei, auch kleinere Guthaben mit Negativzinsen zu belasten. Daher habe man entsprechende Klauseln in den Preis­aushang einge­führt, ohne davon Gebrauch zu machen.

Verbraucherzentrale will Negativzinsen prüfen lassen

Die Verbraucherzentrale erklärte dazu, dass es für die recht­liche Bewertung keine Rolle spiele, ob die Bank tatsäch­lich Negativzinsen nehme oder nicht. Durch die Ankündigung der Negativzinsen im Preis­aushang würden sie auto­matisch Vertrags­bestand­teil bestehender und künftiger Verträge. Da die Änderung des Preis­aushangs jeder­zeit wieder rück­gängig gemacht werden könne, wollen die Verbraucherschützer jetzt grund­sätzlich klären lassen, ob Negativzinsen zulässig sind.

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