Das sollten Sie wissen

  • Ansteckung. Das Virus H5N1 überträgt sich durch den Kot oder Atemwegssekrete von Vögeln. Es muss vom Menschen direkt über den Mund aufgenommen werden, damit es sich im Körper vermehren und ausbreiten kann.
  • Essen. Sie können sich prinzipiell über Geflügelfleisch anstecken. Doch erstens wurde das Virus bisher nur bei Wildvögeln nachgewiesen. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass Zuchtgeflügel infiziert ist. Zweitens stirbt das Virus, wenn das Fleisch durch Kochen oder Braten auf über 70 Grad erhitzt wird.
  • Vögel. Wenn Sie einen toten Vogel finden, ist die Wahrscheinlichkeit nach wie vor gering, dass er mit H5N1 infiziert ist. Es sterben jedes Jahr im Winter tausende Vögel. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie dennoch keine toten Vögel anfassen. Bei toten Wasser- und Greifvögeln sollten Sie die Polizei, die Gemeinde, den Landkreis oder direkt die Veterinärbehörden verständigen. Das gilt insbesondere für die gefährdeten Gebiete an der Ostseeküste.
  • Vorsichtsmaßnahmen. Sollte es passiert sein, dass Sie oder vielleicht Ihre Kinder einen toten Vogel mit den bloßen Händen angefasst haben, dann waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Ihre Kleidung in der Waschmaschine.
  • Symptome. Die ersten Symptome treten in der Regel zwei bis fünf Tagen nach Infektion auf. Der Ausbruch kann manchmal bis zu 14 Tage dauern. Ähnlich wie bei einer normalen Grippe bekommen mit H5N1 infizierte Menschen Fieber, Husten, Halsschmerzen und Atemnot.
  • Impfung. Lassen Sie sich gegen Influenza impfen, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören. Dazu zählen Personen über 60 Jahre, medizinisches Personal und alle Menschen, die umfangreichen Kontakt mit anderen haben (zum Beispiel Busfahrer oder ähnliche). Damit beugen Sie der normalen Influenza vor und verhindern, dass im unwahrscheinlichen Fall einer Infektion mit dem Virus H5N1, dieser mit dem Influenza-A-Virus mutiert.
  • Medikamente. Vereinzelt berichten Medien, dass etwa mit Tamiflu bereits ein Impfstoff zur Verfügung steht. Das ist nicht korrekt. Tamiflu und Relenza sind Neuraminidasehemmer. Sie blocken lediglich das Enzym Neuraminidase der Influenza-A- und B-Viren. Das heißt: Die Mittel können den Ausbruch der Krankheit nicht völlig verhindern, sondern ihren Verlauf nur mildern. Und auch nur dann, wenn sie innerhalb von 48 Stunden nach Infektion eingesetzt werden.
  • Impfstoff. Einen Impfstoff gegen das mutierte Vogelgrippe-Virus H5N1, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist, lässt sich erst dann entwickeln, wenn die Grippe bereits ausgebrochen ist. Experten schätzen, dass es zirka sechs Wochen dauert, bis der Impfstoff in entsprechend großen Mengen zur Verfügung steht.

Hotlines

Sie können sich bei verschiedenen Institutionen über die Vogelgrippe informieren:

  • Robert-Koch-Institut. 0 188 8-7 54 35 36. Die Hotline ist werktags von 8 bis 17 Uhr geschaltet.
  • Ministerium für Verbraucherschutz. 0 188 8–5 29–46 01, –46 02, –46 03, –46 04, –46 05, –46 06, –46 07, –46 09. Die Hotline ist werktags von 9 bis 17 Uhr geschaltet.
  • Sozial- und Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern. 0 385-5 88-66 65, -66 66. Auch diese Hotline ist werkstags geschaltet.

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