Vogelgrippe Meldung

Zusätzlicher Schutz: Eier immer ganz durchgaren. Temperaturen über 70 Grad töten das Virus ab.

Ein Osterfest ohne bunt gefärbte Ostereier, das macht keinen Spaß. Was sollte man wissen, um in Zeiten der Vogelgrippe sein Frühstücksei auch unbeschwert zu genießen?

Keine Angst: Obwohl das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 immer wieder Geflügelbetriebe in Europa befällt, besteht offenbar keine Gefahr, sich durch Eier mit dem Virus zu infizieren. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, ist bisher noch kein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch durch den Verzehr von Eiern mit der Vogelgrippe infiziert hat.

Rasch erkannt: Die Wahrscheinlichkeit, ein mit dem Vogelgrippe-Virus infiziertes Ei im Einkaufskorb zu haben, ist äußerst gering: In Deutschland herrscht, bis auf einige Ausnahmefälle, eine Stallpflicht für Geflügel, um zu vermeiden, dass sich die Tiere bei Wildvögeln mit H5N1 anstecken. Sollte ein Huhn trotzdem an dem Virus erkrankt sein, legt es nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen oder sogar nur von Stunden keine Eier mehr oder nur auffällig deformierte. Die Krankheit wird so rasch erkannt und alle Tiere im betroffenen Betrieb werden sofort vorsorglich geschlachtet, die dort produzierten Eier aus dem Handel genommen.

Übrigens: Bei einer mehr als zwölf Wochen andauernden Stallpflicht für Hühner müssen Freilandeier als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden. Bio-Eier dürfen aber weiterhin Bio heißen, denn hier ist der Auslauf im Freien nur eines von vielen Unterscheidungsmerkmalen zum konventionellen Ei.

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