Vogelgrippe Meldung

Jetzt erst recht impfen.

Eine umfassende Grippeimpfung kann den Schutz gegen die Mutation des Vogelgrippevirus erhöhen.

Das Vogelgrippevirus ist uns nahe gekommen. Im Zusammenhang mit der drohenden Gefahr des Überspringens auf den Menschen hat sich unter anderem der Virologe Dr. Christian Drosten vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin dafür ausgesprochen, jetzt die Grippe­impfung in Anspruch zu nehmen – das sei ein gewisser Schutz vor einer gefürchteten Mutation des gefährlichen Virus H5N1.

Dr. Drosten: „Es sollten sich viel mehr Bürger gegen die Grippe impfen lassen. Das Virus muss mutieren, um für den Menschen gefährlich zu werden. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass dies im Körper von jemandem geschieht, der gleichzeitig mit der normalen und der Vogelgrippe infiziert ist.“

Im Fall der Vogelgrippe wäre auch eine Anpassung des Virus an den Menschen durch eine Anhäufung von Mutationen möglich, ohne „Fremdhilfe“. Das würde aber nicht schlagartig erfolgen wie bei einem Genaustausch nach Doppelinfektion, sondern schrittweise. Laut Robert-Koch-Ins­titut könnte der Gen­austausch auch in einem Schwein passieren.

Zurzeit gibt es noch keinen einsetzbaren Imfstoff gegen die Vogelgrippe. Zumindest im August war noch nicht nachgewiesen, ob eine spezielle Impfung Menschen vor dem H5N1-Virus schützen kann. In einem ersten klinischen Versuch waren Freiwillige mit einem abgewandelten Vogelgrippevirus geimpft worden. 113 von 452 Testpersonen bildeten Antikörper.

Zur Grippe: Im Fall einer neuartigen Grippeepidemie stehen übrigens nur für etwa zehn Prozent der Bürger antivirale Medikamente zur Verfügung (wie Relenza und Tamiflu). Die Planung des Robert-Koch-Instituts gegen eine weltweite Epidemie (Pandemie) fordert jedoch, dass solche Grippemittel für mindestens 20 Prozent der Be­völkerung zur Verfügung stehen müssen.

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