Millionen schlucken täglich Vitamine und Mineralstoffpillen. Das geht oft mit einer unausgewogenen Ernährung und Lebensweise einher. Vor der Einnahme von hochdosierten Einstoff-(Mono-)präparaten warnt jetzt das Institute of Medicine in Washington: Es sei bislang kein sicherer Nachweis für die Wirkung gegen Herzleiden und Krebs erbracht worden. Hochdosen bergen dagegen Risiken. Die Forscher nennen Obergrenzen: täglich 1.000 Milligramm Vitamin E und 2.000 Milligramm Vitamin C.

Eine gesunde Ernährung ist immer noch die beste und preiswerteste Lösung. Hierzulande sollten nur Fluor und Jod zusätzlich zugeführt werden. Niedrig dosiert kann auch Folsäure und Vitamin E ergänzt werden, wenn der tägliche Bedarf nicht gedeckt werden kann. Mit einer Multivitamin-Multimineral-(Brause-)tablette wird meist nichts falsch gemacht. Ob hochdosierte Einstoff-Präparate nötig sind, sollte der Arzt entscheiden. Der gängige Begriff "Nahrungsergänzungsmittel" ist übrigens bislang nicht definiert. Eine EU-Richtlinie wird erst im März 2001 beschlossen.

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