Vitamin D: Das „Knochen“-Vitamin

Das fett­lösliche Vitamin ist das einzige, das der menschliche Körper in größerem Umfang selber bildet: wenn Sonnenlicht auf die Haut scheint.

Wirkung

Vitamin D reguliert unter anderem den Kalzium- und Phosphat­stoff­wechsel. Bei Kindern ist es wichtig zum Aufbau der Knochen, bei Erwachsenen hält es sie hart und schützt vor Osteoporose.

Natürliche Quellen

Fetter Seefisch wie Hering, Lachs, Makrele, auch Eigelb, Margarine. Die Zufuhr aus der Nahrung ist aber eher gering; der Körper bildet das meiste Vitamin D im Tages­licht selbst.

Tages­bedarf

Wenn der Körper gar kein Vitamin D bildet, sollten Erwachsene und Kinder 0,02 Milligramm (20 Mikrogramm) per Nahrung aufnehmen, Säuglinge die Hälfte. Sonst ist der Bedarf tiefer.

Wer Präparate braucht

Kinder im ersten Lebens­jahr, wobei eine Absprache mit dem Kinder­arzt sinn­voll ist und die Prophylaxe in den Wintermonaten des zweiten Lebens­jahrs weiterlaufen kann. Erwachsene, deren Körper zu wenig Vitamin D produziert. Denk­bar ist das etwa bei Senioren, Pfle­geheimbe­wohnern und Personen mit wenig Sonnen­kontakt. Für güns­tige Effekte von Präparaten jenseits der Funk­tion für die Knochen fehlen bislang über­zeugende Belege.

Gefahren bei Über­dosierung:

Neben­wirkungen wie Nieren­steine und -schäden.

Präparate*

Drei von sieben Vitamin-D-Mitteln sind auffällig: Doppel­herz Vitamin D 1 500 I.E., Taxofit Vitamin D3 1 500 I.E., Tetesept Vitamin D3 1 700. Sie sollten maximal 20 Mikrogramm pro Tages­dosis liefern, enthalten aber etwa das Doppelte.

* Wir verglichen die Tages­dosis laut Packung der von uns gekauften Produkte mit Empfehlungen des Bundes­instituts für Risiko­bewertung und der Über­wachungs­behörden (siehe Sichere Höchstmengen oft überschritten)

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