Von Vitamin D verspricht sich mancher viel: Es soll nicht nur Knochen stärken, sondern auch vor Krankheiten wie Krebs, Herz­infarkt, Rheuma schützen. Doch Studien stützen diese Hoff­nung nicht, darunter die neue, im British Medical Journal veröffent­lichte Literatur­über­sicht: Forscher der Universität Edinburgh konnten in 268 Studien keinen über­zeugenden Zusammen­hang zwischen einem nied­rigen Vitamin-D-Spiegel im Blut und mehr als 100 Krankheiten erkennen. Auch Vitamin-D-Präparate brächten da keine Vorteile. Eine gute Vitamin-D-Versorgung wirke sich allenfalls positiv auf das Geburts­gewicht von Babys, Karies bei Kindern und den Kalzi­umstoff­wechsel bei Dialysepatienten aus. Die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung empfiehlt Vitamin-D-Präparate nur für Menschen, die es nicht ausreichend mithilfe von Sonnenlicht in der Haut bilden können. Dazu zählen etwa Babys und ältere Menschen ab 65 Jahren.

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