Sportspiele am Computer machen Spaß, aber nicht fit. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Münster, in der 40 Sportstudenten zum virtuellen Boxkampf, zum Tennismatch und zum Vierkampf – drei Laufdistanzen und eine Schwimmstrecke – gegeneinander antraten. Während der Spiele ermittelten Sportmediziner die Herzfrequenz und den Laktatwert der Probanden, um deren körperliche Belastung zu bestimmen. Ergebnis: Die Werte und die entsprechenden Trainingseffekte kamen bei weitem nicht an den realen Sport heran. Dass die Computersportler sich nicht verausgaben mussten, hing unter anderem damit zusammen, dass die reine Bewegungszeit in einem 15-Minuten-Spiel nur zwischen fünf und neun Minuten betrug und auch sparsame Handbewegungen das Bildschirmspiel in Gang hielten.

Fazit: Interaktive Videospiele am Computer können zwar zu mehr Bewegung verhelfen, eine sportliche Betätigung aber keinesfalls ersetzen.

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