Viele Klauseln in Bauverträgen unwirksam Meldung

In vielen Bauverträgen wird gegen Gesetze verstoßen. Darauf weist der Bauherrenschutzbund hin. Er hat eine Liste von 21 Klauseln in Bau- und Grundstückskaufverträgen veröffentlicht, die private Bauherren benachteiligen und von Gerichten für unzulässig erklärt worden sind. Solche Klauseln gelten nicht und Bauherren müssen sich nicht daran halten.

Terminpflicht bleibt

Ein Beispiel: Unwirksam ist eine Regelung, nach der die Baufirma für einen verpassten Fertigstellungstermin nicht geradestehen muss, nur weil der Bauherr eine Rate nicht fristgerecht gezahlt hat. Folge der Unwirksamkeit: Es bleibt auch beim Zahlungsverzug mit einer Rate bei der Verpflichtung der Baufirma, sich an die vereinbarten Fristen zu halten.

Keine überhöhten Vorauszahlungen

Unzulässig sind auch Zahlungspläne, die vom Bauherren erhebliche Vorauszahlungen fordern. So kassierte zum Beispiel das Landgericht Berlin eine Bestimmung im Vertrag, nach der bereits vor der Dacheindeckung 75 Prozent der Vertragssumme für den Rohbau fällig sein sollten (Urteil vom 31. August 2005, Aktenzeichen:. 26 O 276/05).

Die komplette Liste mit 21 unzulässigen Klauseln hält der Bauherrenschutzbund als PDF-Datei bereit.

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