Videorekorder mit Werbeblocker Meldung

Anbieter:
Hitachi
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Es soll Leute geben, die Werbeunterbrechungen im Fernsehprogramm mögen. Für alle anderen hat Hitachi den HiFi-Videorekorder VT-FX 980 E gebaut. Der verhindert zwar nicht die Aufzeichnung von Werbung, soll aber bei der Wiedergabe die Kunstpausen auf ein erträgliches Maß verkürzen. Aber das klappt nicht zuverlässig.

Wer Videoaufzeichnungen werbefrei haben möchte, hockt sich am besten vor den Fernseher und drückt rechtzeitig Knöpfchen. Es gibt bislang keinen richtig funktionierenden Werbeblocker. Das haben nicht nur unsere bisherigen Tests gezeigt . Auch der jetzt geprüfte Hitachi-Videorekorder VT-FX 980 E arbeitet in dieser Beziehung nicht zuverlässig: Nur etwa zwei Drittel der Werbeblöcke werden korrekt erkannt und ausgeblendet. Beim restlichen Drittel traten im Test alle Fehler auf, die man sich vorstellen kann. Manchmal stellt der Rekorder erst mitten in der Werbung fest, dass der Spielfilm gerade Pause hat, mal zeigt er die Werbung komplett. Es kommt auch vor, dass er zwar die Reklame richtig erkennt und ausblendet, aber den Anschluss an den Spielfilm verpasst und nicht zurückschaltet.

Das für die Werbeausblendung zuständige System des Videorekorders heißt "Commercial Advance". Es reagiert bei der Aufnahme auf die kurzen Schaltpausen im Fernsehsignal, wenn im Sender von Film auf Werbung umgeschaltet wird. Diese Stelle markiert der Rekorder auf dem Band. Bei der Wiedergabe spürt das Gerät die Markierung auf und schaltet so lange auf Bildsuchlauf, bis die nächste Markierung ­ theoretisch die Umschaltpause retour von Werbung auf Film ­ kommt. Doch manchmal fehlen die Pausen und manchmal kommen vom Sender ein paar zu viel. Im Extremfall kann sogar die Werbung normal wiedergegeben und der Film im schnellen Suchlauf überspielt werden.

Ein weiterer Nachteil: Das System funktioniert nur mit dem im Rekorder eingebauten TV-Tuner. Wird der Rekorder dagegen via Sat-TV-Receiver und Scart-Kabel mit TV-Programmen versorgt, funktioniert das System gar nicht. Ebenso wenig beim Kopieren von Rekorder zu Rekorder. Und weil der Hitachi die Werbung zunächst aufzeichnet und erst bei der Wiedergabe unterdrückt, kann man nicht mal Band sparen.

Auch die Bildqualität des Hitachi-Rekorders könnte für 900 Mark Kaufpreis besser sein. "Knapp durchschnittlich", so der Kommentar aus dem Prüflabor.

Selbst in der Ausstattung kann das Testgerät keine Punkte gutmachen. Als Besonderheit hat der Rekorder neben dem Werbeausblender und Insertschnitt zum nahtlosen Einfügen von Filmszenen auch ein Bandnavigationssystem als Hilfsmittel zum Archivieren und Finden von Aufzeichnungen. Angezeigt werden Aufzeichnungsdatum und Programmplatz für die jeweils eingelegte Kassette und eine Kassettenübersicht. Doch es kann kein aussagekräftiger Titel für die Aufzeichnung gespeichert werden. Damit ist das Archiv nur eingeschränkt nutzbar.

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