Der Video­chat-Knigge

Chatten per Handy-App. Zoė und ihre Freundin Magdalena aus Italien können in der Corona-Krise nur virtuell zusammen spielen. Damit sie einander dabei sehen, akti­vieren ihre Eltern den Video­chat auf ihren Smartphones.

Beim Chatten mit Familie und Freunden gibt es weniger Regeln als im beruflichen Kontext. Ein paar Punkte sollten Sie aber auch dort berück­sichtigen.

Die Kamera für Augen­kontakt einrichten

Richten Sie die Kamera möglichst so ein, dass sie frontal vor Ihnen und auf Augen­höhe ist. Bei der Positionierung sind externe USB-Webcams flexibler als in den PC einge­baute Kameras. Sitzen Sie nicht zu nah an der Kamera. Blicken Sie beim Chatten nicht auf den Bild­schirm, sondern in die Kamera – nur so entsteht Augen­kontakt.

Die richtige Umge­bung wählen

Wählen Sie einen ruhigen Raum. Setzen Sie sich nicht mit dem Rücken zum Fenster oder zu einer Lampe, sonst über­strahlt das Licht Sie. Ideal ist indirektes Licht von der Seite. Falls Sie nicht extra aufräumen wollen, nutzen Sie gegebenenfalls die Option in den Tools, mit der sich der Hintergrund unscharf darstellen lässt.

So klappt es mit dem Ton

Bitte nicht schreien – bei vielen Mikrofonen reicht normale Laut­stärke. Falls nicht: Nutzen Sie ein Head­set anstelle des einge­bauten Mikros. In Gruppen­chats sollten Sie Ihr Mikro ausschalten, wenn Sie gerade nicht sprechen.

Fair und höflich

Bitte in größeren Chat-Runden nicht dazwischen­reden. Zeigen Sie lieber per Hand­geste, dass Sie sprechen wollen. Und bitte kein Multitasking: Konzentrieren Sie sich ganz auf das Gespräch. Chats sollten Sie außerdem nie heimlich aufzeichnen, sondern die Gesprächs­partner stets vorab um Zustimmung bitten.

Tiere im Chat

Viele Ratgeber warnen, dass Haustiere Gespräche stören können. Das ist Humbug: Jeder Video­chat wird besser, wenn kuschelnde Katzen oder spielende Hunde beteiligt sind. Das Gleiche gilt natürlich für Kleinkinder.

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