Viagra und Co. Der Stand der Dinge

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Wie gut wirken Potenzmittel? US-Wissenschaftler haben nach kontrollierten Studien zur Wirkstoffgruppe PDE-5-Hemmer gesucht, wozu auch Viagra gehört. Sie fanden 130 Studien – fast die Hälfte zum Wirkstoff Sildenafil (Viagra), vielfach auch zu Vardenafil (Levitra) und Tadalafil (Cialis). Nur wenige dauerten länger als drei Monate und nur in vier Studien wurden die Potenzmittel direkt miteinander verglichen. Relevante Unterschiede zeigten sich nicht. Die Potenzmittel können die Chance auf einen befriedigenden Geschlechtsverkehr etwa verdoppeln. Bei mangelnder Standfestigkeit hilft manchmal ein anderes Präparat. Zu Zwischenfällen wie Herzinfarkt brachten die Kurzzeitstudien keine schlüssigen Belege. Von leichteren Nebenwirkungen waren bei Sildenafil etwa zwei von zehn Männern betroffen: oft Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsstörungen, selten Sehstörungen (www.gesundheitsinformation.de, Erektionsstörungen).

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Carsten421 am 27.06.2015 um 16:34 Uhr
Bei mangelnder Standfestigkeit hilft manchmal ein

"Bei mangelnder Standfestigkeit hilft manchmal ein anderes Präparat." Zitat Ende
Genau das hat eine deutsche Forschungsgruppe bereits vor einigen Jahren festgestellt. Auch, dass die sogenannten Langzeittests von PDE-5 Hemmern alles aber nicht lange sind.
Was immer wieder versucht wird zu unterdrücken ist die Tatsache dass erstens PDE-5 Hemmer nur bei 70% der Patienten wirkt und dass es bei der Behandlung von Erektionsstörungen mindestens zwei verschiedene Ansatzpunkte gibt.
PDE-5 ist unter Anderen Botenstoffen für das Erschlaffen des Penis zuständig. Die Hemmer unterdrücken die Produktion des Hormons. Derartige synthetische Präparate lassen sich natürlich auch patentieren. Viel schwieriger ist es allerdings natürliche Pflanzenextrakte oder Aminosäuren zu patentieren. Hier ist allenfalls ein trademark Musterschutz erreichbar. Daher wird auf diese Möglichkeit überhaupt nicht eingegangen. Am Beispiel von greenbeam aus Deutschland ist dies gut zu sehen.