Verwalter* Bald nur noch mit Erlaubnis

Ab 1. August 2018 brauchen Haus- und Miet­wohnungs­verwalter* eine Gewer­beerlaubnis. Bisher mussten sie ihre Tätig­keit beim Gewer­beamt nur anzeigen. Voraus­setzung für die Erlaubnis ist, dass der Verwalter seine Zuver­lässig­keit, geordnete Vermögens­verhält­nisse und eine Berufs­haft­pflicht­versicherung nach­weist. Zudem muss er sich binnen drei Jahren 20 Stunden weiterbilden. Ein Sachkunde­nach­weis, wie noch im Gesetz­entwurf vorgesehen, ist nicht nötig. Interes­senverbände wie der Immobilien­verband Deutsch­land und der Verbraucher­schutz­ver­ein Wohnen im Eigentum kritisieren das Gesetz deshalb als nicht ausreichend.

Für Gewer­betreibende, die bereits als Verwalter* tätig sind, gilt eine Über­gangs­frist von sechs Monaten. Sie haben bis 1. März 2019 Zeit, die Erlaubnis zu beantragen.

* korrigiert am 31. Juli 2018

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QV90 am 18.08.2018 um 12:02 Uhr
Oder doch nicht?

Eine weitergehende Recherche hat ergeben, dass GewO sich nur auf "gewerbsmäßig" bezieht. Siehe https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hausverwaltung (zweiter Absatz bei Qualifikation). In meinem Fall gehe ich erst mal von einer "sonstige selbständige (freiberufliche) Tätigkeit" aus und werde mein Gewerbeeintrag löschen lassen - vielleicht bin ich dann aus dem Schneider :-)

QV90 am 18.08.2018 um 09:48 Uhr
Das aus für alle kleinen Hausverwaltungen

Eure Aussage stimmt so ganz nicht. Erst einmal habe ich einen großen Schreck bekommen. Dann aber die GewO und die MaBV gelesen. Als weiter Quelle habe ich dann auch bei der IHK nachgeschlagen.
Bei einer Tätigkeit als Hausverwaltung, die sich auf die reine Vermögensverwaltung beschränkt (keine Mietwohnungsvermittlung) liegt nach MaBV §1 (2) 2. -KEINE- erlaubnispflichtige Tätigkeit vor.
Allerdings ist es wohl leider so, dass die Haftpflichtversicherungspflicht und zusätzlich die Weiterbildungspflicht greifen. Die Versicherung gibt es ab etwa 300,- €, die Weiterbildung kostet nach einer kurzen Recherche ca. 700,- € für 20 Std. in drei Jahren.
Das sind dann mal eben ~500,- € Mehrkosten pro Jahr. Und das gilt natürlich ab der kleinsten Hausverwaltung. Ich glaube nicht, dass meine WEG bereit ist, diese Zusatzkosten zu schultern. Das funktioniert nur, wenn man die Kosten auf mehrere Liegenschaften umlegen könnte.
Fazit: Das ist das aus für alle kleinen Hausverwaltungen!