Vertriebs­provisionen Meldung

Anleger maroder Schiffs­fonds sollten klagen, wenn sie falsch beraten wurden.

Die Commerz­bank muss als Rechts­nach­folgerin der Dresdner Bank einem Anleger der Nasto Schiff­fahrts­gesell­schaft MS „Gabriel Schulte“ (CFB 162) rund 20 000 Euro ersetzen. Das hat das Ober­landes­gericht Stutt­gart entschieden (Az. 6 U 24/15, nicht rechts­kräftig).

Die Dresdner Bank habe den Anleger im Beratungs­gespräch nicht ausreichend über die Vergütung aufgeklärt, die sie für die Vermitt­lung der lang­jährigen Schiffs­beteiligung kassierte. Laut Urteil hätte der Anleger die Neutralität der Empfehlung angezweifelt und die Anlage nicht getätigt, wenn er gewusst hätte, dass die Bank für den Vertrags­abschluss eine Provision kassierte.

Das Urteil wurde von der Kanzlei Kälberer & Tittel in Berlin erstritten. Dort hofft man, dass jetzt weitere Anleger des maroden Fonds ihre Schaden­ersatz­klagen gewinnen. Fonds­anteile wurden zuletzt im Mai 2014 zum Kurs von 7,2 Prozent auf dem Zweitmarkt gehandelt.

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