Kunden, die einen Versicherungs­vertrag auf neue Bedingungen umstellen, sollten genau prüfen, ob die neue Police wirk­lich alle gewünschten Leistungen enthält. Auf die Aussagen ihres Versicherungs­vermitt­lers können sie dabei nicht vertrauen. Denn dieser haftet nur beim Neuabschluss einer Versicherung für Beratungs­fehler, nicht jedoch bei einer Vertrags­umstellung. Das entschied das Land­gericht Ingol­stadt (Az. 33 O 136/10).

Eine Haus­besitzerin bleibt nun auf einem Schaden von rund 17 000 Euro sitzen. Die lang­jährige Kundin wollte von ihrer Wohn­gebäude­versicherung Ersatz für einen Wasser­schaden im Keller ihres Hauses. Ihr Versicherungs­vertreter hatte bei einer Vertrags­umstellung behauptet, sämtliche Rohre auf dem Grund­stück seien mitversichert. Dies war in Wirk­lich­keit jedoch nicht der Fall – weder bei der neuen noch bei der alten Police.

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