Wer schweigt, sagt nichts. Klingt logisch, ist aber nicht immer so. Banken dürfen ihre Geschäftsbedingungen unter bestimmten Voraussetzungen ändern, ohne dass der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat. Schweigt er, stimmt er damit schon zu.

Das ist gängige Praxis und erlaubt, solange der Kunde auf die Bedeutung seines Schweigens hingewiesen wird und genügend Zeit zum Widerspruch hat.

Die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) hat etwa zum Jahreswechsel über die Bedingungen des Tagesgeldangebots „Extra-Konto“ informiert: „Wir gehen davon aus, dass Sie mit den neuen Vereinbarungen für das Extra-Konto einverstanden sind, sofern Sie nicht innerhalb von 6 Wochen nach Erhalt dieses Schreibens schriftlich bei uns widersprechen.“

Wer nicht widersprochen hat, kann der Diba jetzt nur noch einmal in 30 Tagen einen Auftrag zum Lastschrifteinzug vom Girokonto zum Extra-Konto erteilen. Überweisungen vom Giro- zum Extra-Konto sind nicht betroffen.

Tipp: Lesen Sie jede Post von Ihrer Bank. Stehen dort Worte wie „Änderung“ und „Geschäftsbedingung“ seien Sie aufmerksam. Legen Sie Widerspruch ein, wenn Ihnen die Änderungen nicht passen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 322 Nutzer finden das hilfreich.