Der Staat macht Auktionsplattformen wie ebay Konkurrenz. Auf der Internetseite www.justiz-auktion.de bieten Justiz­behörden aus elf Bundesländern eingezogene Gegenstände wie Computer, Fahrzeuge, Kleidung, Werkzeug oder Bücher an. Auch Gerichtsvollzieher nutzen die Seite, um den Besitz säumiger Schuldner zu Geld zu machen.

Wer etwas ersteigern will, muss sich anmelden und ein Höchstgebot abgeben. Ist er am Ende der Auktionszeit immer noch Höchstbietender, bekommt er den Zuschlag.

Fast alles läuft also wie bei ebay, nur einige Details sind anders. So gibt es aus rechtlichen Gründen für Käufer kein Widerrufsrecht. Hat ein Gerichtsvollzieher etwas versteigert, kann der Kunde nicht einmal reklamieren, wenn die Sache Mängel hat.

Vorteil der Justizauktionen: Bieter wissen, dass sie es mit seriösen Verkäufern zu tun haben. Bezahlen müssen sie grundsätzlich vorab per Überweisung.

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