So haben wir getestet

Hier dokumentieren wir im Detail, wie wir die AV-Receiver geprüft haben. Für den aktuellen Test (2020) haben wir die Prüf­methoden angepasst und auch die Darstellung der Test­ergeb­nisse im Vergleich zur Vorgängerunte­suchung (2017) über­arbeitet.

AV-Receiver-Test 2020

Im Test: 12 AV-Receiver – 9 mit und 3 ohne Netz­werk­funk­tion. Die Geräte haben wir im April 2020 gekauft, die Preise ermittelten wir im Juni 2020 über­regional im Handel.

Verstärker: 20 %

Herz­stück der Unter­suchung sind ausführ­liche Hörtests mit Musik, Sprache und Film­effekten. Fünf Juroren (ein erfahrener Nutzer, eine erfahrene Nutzerin und drei Experten) bewerteten den Ton anonym, ohne zu wissen, welches Gerät spielt. Wir beur­teilten die Signal-Rauschab­stände und Ausgangs­leistungen. Der Hörtest für den Raum­klang der AV-Receiver erfolgte mit hoch­wertigen Surround-Laut­sprecher-Sets. Wir bewerteten vier Szenen von Blu-ray mit klassischer Musik, Jazz und Spielfilmen sowie Ausgangs­leistungen bei 1-Kilohertz-Signalen mit fünf und gegebenenfalls sieben Laut­sprecherkanälen mit einem maximalen Klirr­faktor von 0,7 Prozent. Die Stereo-Wieder­gabe prüften wir mit hoch­wertigen Stereo-Laut­sprechern ohne klang­beein­flussende Einstel­lungen mit Klassik-, Jazz-, Pop- und Sprach­beispielen. Wir prüften die Pegeldifferenzen zwischen optischem Eingang und UKW-Empfang beziehungs­weise Analog­eingang. Störungen: Wir bewerteten Stör­geräusche durch elektrische Stör­einflüsse oder interne Lüfter, außerdem beim Ein- oder Umschalten von Signalquellen und bei der Einstellung der Laut­stärke.
Schutz vor Kurz­schluss: Wir prüften, ob die Geräte nach dem Kurz­schließen der Laut­sprecher­ausgänge einwand­frei funk­tionierten.

Empfang: 20 %

UKW-Radio (Ultra­kurz­welle): Wir maßen die Stereo-Empfindlich­keit, den Klirr­faktor, Signal-Rausch­abstand und die Unterstüt­zung der RDS-Daten (Radio Data System).
DAB+-Radio (Digital Audio Broad­casting): Wir prüften Start­zeit und Umschalten sowie die Unterstüt­zung von Daten­diensten.
Internet­radio: Wir untersuchten die Hand­habung bei der Sender­wahl sowie die Start- und Umschalt­zeiten und das Empfangs­verhalten bei schlechtem WLan-Signal.
Musik­streaming­dienste: Wir prüften Hand­habung, Start- und Schalt­zeiten und das Empfangs­verhalten bei schlechtem WLan-Signal. Die Start­zeit Bluetooth und WLan prüften wir mit der mobilen App sowohl nach dem Einschalten des Geräts als auch im einge­schalteten Zustand. Im Heimnetz untersuchten wir die Start­zeit aus dem Standby, die Steuerung und das Empfangs­verhalten bei schlechtem WLan-Signal.
HDMI: Wir prüften die Start­zeiten und den Funk­tions­umfang (CEC-Steuerung, e-ARC).

Hand­habung: 40 %

Drei erfahrene Nutzer bewerteten unter anderem die Anzeigen am AV-Receiver und auf dem Fernseh­bild­schirm, die Bedienung mit mobiler App, per Fernbedienung und am Gerät (auch in Bezug auf das System­verhalten bei Störungen und die Einstellung der Lippen­synchronität). Ferner bewerteten sie die Gebrauchs­anleitung, die Inbetrieb­nahme, etwa das Auspacken, Anschließen, Installation, Einstellen, Beschriftung der Buchsen, Einmess­automatik, die Einrichtung von Netz­werk und Apps.

Umwelt­eigenschaften: 20 %

Wir prüften die Verarbeitung, unter anderem die der Buchsen, und bewerteten, ob es scharfe Kanten am Gerät gibt, sowie die Ablöse­festig­keit von Beschriftungen und die Standsicherheit. Außerdem ermittelten wir die Temperatur­entwick­lung der Geräte­oberfläche an der wärmsten Stelle bei 5 Watt Ausgangs­leitung pro Kanal. Die Betriebs­geräusche wurden mit und ohne Wieder­gabe gemessen. Den Stromver­brauch bewerteten wir mit folgendem Nutzungs­profil: täglich 4 Stunden Stereo­betrieb mit höherer Laut­stärke (84 dB Aussteuerung bei einem Meter Abstand), 2 Stunden Standby-Be­trieb mit HDMI-Weiterleitung und 18 Stunden Standby ohne Funk­tion. Die Prüfungen der elektromagnetischen Verträglich­keit und der elektrischen Sicherheit ergaben keine Bean­standung.

Daten­sende­verhalten: 0 %

Beim Einsatz der von den Anbietern empfohlenen mobilen Apps mit den Betriebs­systemen Android 9 und iOS 12 sichteten wir den Daten­strom über einen zwischen­geschalteten Server (Proxy) und entschlüsselten ihn, falls notwendig, und bewerteten auf dieser Grund­lage das Daten­sende­verhalten. Als
kritisch stuften wir Apps ein, die Daten über­trugen, die für die Funk­tion nicht erforderlich sind, wie etwa Gerätekennungen.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich Produkt­mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Abwertungen sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Bei ausreichendem Strom­verbrauch werteten wir das Urteil für die Umwelt­eigenschaften ab. Je schlechter das auslösende Urteil für den Strom­verbrauch, desto stärker wirkt der Abwertungs­effekt.

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AV-Receiver-Test 2017

Im Test: 10 Receiver mit Netz­werk­funk­tion, davon 7 Audio-Video-Receiver für Musik und Heim­kino und 3 Stereo-Receiver für Musik. Die Geräte haben wir im März und April 2017 gekauft, die Preise ermittelten wir im Mai 2017 über­regional im Handel.

Verstärker: 25 %

Herz­stück der Unter­suchung sind ausführ­liche Hörtests mit Musik, Sprache und Film­effekten. Fünf Juroren (zwei erfahrene Nutzer und drei Experten) bewerten den Klang anonym, ohne zu wissen, welches Testgerät spielt. Die Stereo-Wieder­gabe prüften wir mit hoch­wertigen Stereo-Laut­sprechern, pur, ohne klang­beein­flussende Einstel­lungen mit Beispielen aus Klassik, Jazz, Pop und Sprache.
Der Hörtest für den Surround-Klang der AV-Receiver erfolgte mit einem hoch­wertigen 5.1-Laut­sprecher-Set. Wieder­gabe nach Durch­lauf der auto­matischen Einmessung. Vier Szenen von Blu-ray mit Musik und Filmen.

Einmess­automatik: Hörtest und Frequenzgang­messung in einem Raum mit ausgeprägter Bass­über­höhung. Wir bewerteten, ob die Auto­matik den Abstand der Laut­sprecher zum Einmess­mikrofon korrekt ermittelt und die Bass­über­höhung korrigiert.

Rauschen: Wir bewerteten die Signal-Rausch­abstände im Stereo- und im Surround-Betrieb sowie Stör­geräusche und Pegelabweichungen beim Ein- oder Umschalten von Quellen.

Ausgangs­leistung: Messungen für mindestens eine Minute und maximal 0,7 % Klirr­faktor, Speisung von 5 Kanälen gleich­zeitig mit 1 kHz Signal im Surround-Modus bei 6 Ohm und im Stereo-Modus 2 Kanäle bei Impedanzen von 4 sowie 8 Ohm.

Radio UKW: 5 %

Messung von Stereo-Empfindlich­keit, Klirr­faktor, Signal-Rausch­abstand und Groß­signalverhalten an einer Breitband­kabel­anlage. Drei Prüfer bewerteten den Sendersuch­lauf, die auto­matische Senderbelegung und den täglichen Gebrauch des UKW-Radios.

Radio DAB+: 5 %

Wir prüften Funk­tion, Start- und Umschalt­zeit mit guten und schwächeren Antennen­signalen. Drei Prüfer bewerteten die Inbetrieb­nahme und den täglichen Gebrauch des DAB+-Radios.

Radio Internet: 5 %

Wir prüften die Hand­habung bei der Sender­wahl, Start- und Umschalt­zeiten.

Musik-Streaming: 10 %

Wir prüften Funk­tion, Hand­habung, Start- und Schalt­zeiten der Musik­wieder­gabe von USB, Heimnetz und über Internet­musikportale.

Video: 5 %

Leiten die AV-Receiver Video­signale unver­fälscht weiter? Wir bewerteten Bild­rauschen, Detail­wieder­gabe, Über­sprechen zwischen Video und Audio, die HDMI-Durch­leitung von 3D-Videos, Audio-Rück­kanal ARC und Wandlung von SD-Videos zu einer 1080p-HD-Auflösung. Test auch mit 5 m langem HDMI-Kabel.

Hand­habung: 25 %

Test der Hand­habung durch zwei erfahrene Nutzer und einen Experten. Die Juroren bewerteten die Gebrauchs­anleitung, das Inbetriebnehmen (Anschließen, Einstellen, Beschriftung der Buchsen), die Einrichtung von Netz­werk und Apps sowie die Bedienung via Smartphone und App, per Fernbedienung und am Gerät, ferner Anzeigen am Receiver und auf dem Fernseh­bild­schirm.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Den Strom­verbrauch bewerteten wir mit folgendem Nutzungs­profil: täglich 2 Stunden Stereo­betrieb mit höherer Laut­stärke (84 dB Aussteuerung), 4 Stunden ohne Aussteuerung in verschiedenen Betriebs­modi und 18 Stunden Standby (Stan­dard-, Netz­werk- und Standby mit HDMI-Durch­leitung, falls vorhanden). Wir prüften die Erwärmung der Geräte­oberfläche, die Verarbeitung, unter anderem Buchsen, scharfe Kanten und die Ablöse­festig­keit von Beschriftungen. Die Prüfung der elektrischen Sicherheit ergab keine Bean­standung.

Kühlkörper im Sony-Receiver. Hält das Gerät bei hoher Laut­stärke auf Dauer nicht kühl genug. Der Sony erwärmte sich im Stress­test auf 78 Grad. Ähnlich war es bei Denon und Marantz.

Vielseitig­keit: 10 %

Wir bewerteten Funk­tionen und Anschlüsse nach einem gewichteten Punkte­system.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Abwertungen sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Bei mangelhafter Ausgangs­leistung im Surround werteten wir das Urteil für den Verstärker um eine halbe Note ab. Bei ausreichenden Umwelt­eigenschaften, werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab, bei mangelhaften Umwelt­eigenschaften um eine ganze Note. Bei mangelhaftem Strom­verbrauch konnten die Umwelt­eigenschaften höchs­tens eine halbe Note besser sein. Bei mangelhafter Erwärmung werteten wir das Urteil für die Umwelt­eigenschaften um eine Note ab.

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