Verspätungen Meldung

Ab Oktober gibts mehr Entschädigung für Verspätungen bei der Bahn.

Ab Oktober 2004 haben Reisende in allen Fernverkehrszügen bei Verspätungen ein Recht auf Entschädigung. Kommen sie mehr als 60 Minuten später ans Ziel, haben sie Anspruch auf einen Reisegutschein über 20 Prozent des Fahrkartenwerts. Fünf Euro müssen es mindestens sein. Maßgeblich ist dabei nicht die Verspätung einzelner Züge, sondern das verspätete Eintreffen am Reiseziel. Der Gutschein bleibt ein Jahr lang gültig. Bahncard-100-Kunden erhalten eine pauschale Entschädigung von fünf Euro in der 2. Klasse und 7,50 Euro in der 1. Klasse. Verpasst der Reisende aufgrund der Verspätung den letzten Anschlusszug und kann seine Fahrt bis Mitternacht nicht fortsetzen, übernimmt die Bahn die Kosten für eine Übernachtung und die Benachrichtigung von Angehörigen bis zu einer Höhe von 80 Euro. Ist es preisgünstiger und dem Reisenden zuzumuten, wird ihm eine Weiterfahrt mit anderen Verkehrsmitteln ermöglicht, zum Beispiel per Taxi. Die neue Entschädigungsregelung ist kein Gesetz, sondern eine Selbstverpflichtung der Bahn in ihrer Kundencharta.

Bis Ende September entschädigt die Bahn wie bisher auf freiwilliger Basis: Gutscheine gibt es zum Beispiel, wenn sich ein ICE verspätet. Ab 30 Minuten sind es 10 Euro, ab 90 Minuten 25 Euro.

Dieser Artikel ist hilfreich. 106 Nutzer finden das hilfreich.