Ausleihe. Wer die Bücher zu spät zurück­gibt, muss zahlen.

Wegen verspäteter Bücherrück­gabe forderte eine Universitäts­biblio­thek von einer Professorin insgesamt 2 250 Euro Säum­nisgebühren. Die Frau aus Nord­rhein-West­falen hatte mehr als 50 Bücher zu Forschungs­zwecken ausgeliehen und diese mehr als einen Monat nach Ablauf der Leih­frist zurück­gegeben. Gegen die hohen Säum­nisgebühren zog die Professorin vor Gericht – erfolg­los.

Gericht findet Gebühr nicht unver­hält­nismäßig

Das Verwaltungs­gericht Düssel­dorf urteilte, die in der Gebühren­ordnung der Biblio­thek vorgesehenen Säum­nisgebühren von 20 Euro und zusätzlichen Verwaltungs­gebühren von 25 Euro pro Buch bei einer über­schrittenen Leih­frist von mehr als 30 Tagen wider­spreche nicht dem Grund­satz der Verhält­nismäßig­keit (Az. 15 K 1130/16). Zudem werden Hoch­schul­angestellte bei der Buch­ausleihe ohnehin bevor­zugt: Die Leih­frist für sie endet immer zum 31. Juli eines Jahres und kann viermal verlängert werden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.