Versorgungswerke Meldung

Eine Architektin mit gutem Einkommen bekommt später eine stattliche Rente.

Ruheständler, die ihre Rente von einem berufsständischen Versorgungswerk beziehen, erhalten im Durchschnitt 1 906 Euro im Monat. Dies ­antwortete die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestags­abgeordneten Martina Bunge von der Linkspartei.

Der Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern ist groß: 1 976 Euro beträgt die durchschnittliche Altersrente für ehemalige Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte, Apotheker, Architekten und Steuerberater in den alten Bundesländern, 622 Euro sind es in den neuen Bundesländern.

Der Grund für den Unterschied: Die berufsständischen Versorgungswerke sind nach dem Kapitaldeckungsprinzip finanziert. Jeder aktive Freiberufler spart für sich selbst, und aus diesem Kapital wird später seine Rente finanziert.

Freiberufler im Osten, die heute Rentner sind, hatten seit der deutschen Einheit höchstens 16 Jahre Zeit, um für ihre Rente Beiträge zu zahlen. Entsprechend geringer fällt ihre Rente aus dieser Quelle aus.

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