Versorgungsausgleich Meldung

Lassen sich Paare scheiden, werden künftig alle in der Ehe erworbenen Rentenansprüche je zur Hälfte auf die beiden Expartner verteilt. Dies gilt für Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamtenversorgung und berufsständischen Versorgungswerken genauso wie für die private oder betriebliche Altersvorsorge. Das Gesetz tritt am 1. September 2009 in Kraft.

Bisher konnte beispielsweise ein berufstätiger Mann seine Betriebsrente voll behalten. Er musste jedoch mehr von seiner gesetzlichen Rente an seine Exfrau abgeben.

Solche Querverrechnungen sollen künftig nicht mehr stattfinden. In dem Beispiel müsste der Mann künftig genau die Hälfte seiner gesetzlichen Rente abgeben. Hat er darüber hinaus während der Ehe noch Ansprüche auf eine Betriebsrente mit einem Kapitalwert von beispielsweise 30 000 Euro erworben, muss er davon 15 000 Euro an seine Frau abgeben. Gleiches gilt für Lebensversicherungen.

Die Versorgungskonten werden von der Scheidung bis zum Renteneintritt getrennt geführt.

Für Ehen, die nicht länger als drei Jahre gedauert haben, ist kein Versorgungsausgleich vorgeschrieben. Er findet nur statt, wenn einer der beiden Ehepartner das ausdrücklich verlangt.

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