Die Verbraucherzentrale (VZ) Brandenburg warnt vor Versicherungsvermittlern, die ältere Leute unaufgefordert zuhause anrufen und vorgeben, von der „Fürsorge“ zu kommen oder „Seniorenberater“ zu sein. In Wirklichkeit wollen sie Versicherungen verkaufen.

Unerbetene Werbeanrufe sind rechtswidrig. Bei der VZ hätten sich Betroffene beschwert und teilweise Namen genannt, berichtet Referent Erk Schaarschmidt: Eine Mitarbeiterin der Maklergesellschaft Klambt & Endres, einer Generalagentur der Nürnberger Versicherungsgruppe, habe sich telefonisch unter dem Vorwand gemeldet, über eine Patientenverfügung beraten zu wollen. Beim vereinbarten Termin sei es dann um eine Sterbegeldversicherung gegangen.

Ein Sprecher von Klambt & Endres in Nürnberg erklärte, wenn ihre Mitarbeiter so vorgingen, werde dies Konsequenzen haben. Man dulde dies nicht. Angerufen werden dürften nur Leute, die ihr Einverständnis gegeben hätten. Dafür stünden Adressen zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei unerbetenen Werbeanrufen genau nachzufragen, für wen ein Anrufer arbeitet, oder sofort aufzulegen.

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