Versicherungsvermittler Meldung

Wolfgang Römer schlichtet seit 2001 als Versicherungs­ombudsmann Streitigkeiten.

Seit dem 22. Mai 2007 ist der Versicherungsverkauf gesetzlich geregelt.

Die Aufgaben des Vermittlers sind ­klarer geworden.

Aufgaben: Vermittler müssen Kunden informieren, ob sie nur für einen oder nur für wenige Versicherer arbeiten oder ob sie das günstigste Angebot im Markt heraussuchen. Sie sind verpflichtet, ihren Klienten geeigneten Schutz anzubieten. Über alle Angebote müssen sie Unterlagen aushändigen.

Dass Schund verkauft wird, soll verhindert werden, indem der Vermittler jedes Verkaufsgespräch dokumentiert und der Kunde dies unterzeichnet.

Gefahr: Kunden können auf die Beratung schriftlich verzichten. „Das empfehle ich nicht. Im Streitfall kann das Beratungsprotokoll ein wichtiges Beweismittel sein“, warnt Versicherungsombudsmann Wolfgang Römer. Auf den Schlichter müssen die Vermittler jetzt immer hinweisen.

Vermittlerdatenbank: Nur noch Vermittler, die im Register der Industrie- und Handelskammern eingetragen sind, dürfen tätig sein. Die öffentliche Datenbank wird gerade aufgebaut (www.vermittlerregister.info).

Um registriert zu werden, müssen Vermittler qualifiziert sein, einen guten Leumund und eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung haben. Alle erst seit dem 1. Januar 2007 tätigen Neulinge müssen sich bis zum 22. Juli 2007 registrieren lassen, länger Tätige bis Ende 2008.

Ausnahmen: Ein Vermittler, der nur für eine Firma arbeitet, kann sich seine Sachkunde von ihr bestätigen lassen. Haftet die Versicherungsgesellschaft für ihn uneingeschränkt oder ist er von einem anderen Vermittler mit Erlaubnis beauftragt, braucht er selbst keine. Dass er zuverlässig und qualifiziert ist, muss der Auftraggeber schriftlich bestätigen.

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