Auf einen Blick

  • Schutz. Schließen Sie als Haus­besitzer unbe­dingt eine Wohn­gebäude­versicherung ab. Sinn­voll kann auch eine erweiterte Elementarschaden­versicherung sein. Ohne sie sind Über­schwemmungs­schäden nach heftigem Regen nicht gedeckt. Die Hausrat­versicherung ist kein Muss. Bei hoch­wertiger Wohnungs­einrichtung sollten Sie aber nicht darauf verzichten.
  • Wind­stärke. Für Sturm­schäden zahlen Versicherer erst ab Wind­stärke 8. Wollen Sie selbst prüfen, ob Sie Anspruch auf Entschädigung haben, können Sie sich an den Deutschen Wetterdienst wenden (Telefon: 069 / 80 62 29 12 oder Hotline: 01805 / 913 913 - mit Weiterleitung an die örtlich zuständige Stelle).
  • Sicherheit. Unter­suchen Sie Ihr Grund­stück auf Gefahrenquellen wie morsche Bäume oder Schäden am Dach. Sollte ein Baum auf ein geparktes Auto fallen oder ein Dachziegel einen Passanten treffen, haften Sie für den Schaden. Eine Privathaft­pflicht­versicherung, die in so einem Fall zahlt, sollte in keinem Haushalt fehlen.
  • Wechsel. Prüfen Sie bestehende Verträge und vergleichen Sie mit aktuellen güns­tigeren Angeboten. Der Wechsel einer Wohn­gebäude­versicherung ist nicht schwierig, wenn Ihre Immobilie schuldenfrei ist. Zahlen Sie noch Kredite ab, benötigen Sie aber die Zustimmung der Bank. Nach einem Schaden können Sie immer kündigen.

Was Sie nach einem Schaden tun müssen

  • Meldung. Informieren Sie Ihren Versicherer nach einem Unwetterschaden an Haus, Einrichtung oder Auto so schnell wie möglich. Fragen Sie direkt nach, wie Sie weiter vorgehen sollen. Beim ersten Anruf müssen Sie noch keine genauen Angaben zu den Schäden machen. Diese können Sie später nach­reichen.
  • Schadenhöhe. Sie müssen – soweit zumut­bar – dafür sorgen, dass der Schaden an Haus und Einrichtung so nied­rig wie möglich bleibt. Decken Sie zum Beispiel undichte Dach­fenster nach dem Unwetter mit einer Plane ab. Sie riskieren sonst weitere Schäden, für die der Versicherer nicht zahlt.
  • Beweise. Lassen Sie die Schadens­stelle ansonsten soweit wie möglich unver­ändert, bis der Versicherer einen Sach­verständigen vorbeischickt oder weitere Vorgaben macht. Ist das nicht möglich, weil Sie nur durch Veränderungen weitere Schäden vermeiden können, sollten Sie den Schaden fotografieren.
  • Reparatur. Sprechen Sie sich mit dem Versicherer ab, bevor Sie einen Schaden endgültig reparieren lassen oder Einrichtungs­gegen­stände neu kaufen.
  • Belege. Nach Abschluss einer Hausrats­versicherung sollten Sie eine Inventar­liste erstellen und alle Rechnungen für Ihre Einrichtungs­gegen­stände sammeln. Machen Sie Fotos von besonders wert­vollen Objekten. Bewahren Sie Inventar­liste und Fotos an einem sicheren Ort außer­halb der Wohnung auf. Im Schadens­fall können Sie auf diese Weise rasch gegen­über dem Versicherer dokumentieren, was alles zu Ihrem Besitz gehört
  • Leistung. Der Versicherer muss nicht sofort zahlen: Er hat das Recht, die Höhe eines Schadens in Ruhe zu prüfen. Spätestens einen Monat nach Meldung des Schadens haben Sie aber Anspruch auf eine Abschlags­zahlung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 9 Nutzer finden das hilfreich.