Tipps

  • Schutz. Schließen Sie als Hausbesitzer unbedingt eine Wohngebäude­versicherung ab. Sinnvoll ist eine ergänzende Elementarschaden­zusatzversicherung. Ohne sie sind Überschwemmungs­schäden nach heftigem Regen nicht gedeckt. Die Hausratversicherung ist kein Muss. Bei hochwertiger Wohnungseinrichtung sollten Sie aber nicht darauf verzichten.
  • Windstärke 8. Für Sturmschäden zahlen Versicherer erst ab Windstärke 8. Wollen Sie selbst prüfen, ob Sie Anspruch auf Entschädigung haben, können Sie sich an den Deutschen Wetterdienst wenden (Tel. 0 69/80 62 29 12 oder klima.offenbach@dwd.de).
  • Sicherheit. Untersuchen Sie Ihr Grundstück auf Gefahrenquellen wie morsche Bäume oder Schäden am Dach. Sollte ein Baum auf ein geparktes Auto fallen oder ein Dachziegel einen Passanten treffen, haften Sie für den Schaden. Eine Privathaftpflichtversicherung, die in so einem Fall zahlt, sollte in keinem Haushalt fehlen.
  • Wechsel. Prüfen Sie bestehende Verträge und vergleichen Sie mit aktuellen günstigeren Angeboten. Der Wechsel einer Wohngebäudeversicherung ist nicht schwierig, wenn Ihre Immobilie schuldenfrei ist. Zahlen Sie noch Kredite ab, benötigen Sie aber die Zustimmung der Bank. Nach einem Schaden können Sie immer kündigen.

Was Sie nach einem Schaden tun müssen

  • Meldung. Informieren Sie Ihrem Versicherer nach einem Unwetterschaden an Haus, Einrichtung oder Auto so schnell wie möglich. Fragen Sie direkt nach, wie Sie weiter vorgehen sollen. Beim ersten Anruf müssen Sie noch keine genauen Angaben zu den Schäden machen. Diese können Sie später nachreichen.
  • Schadenhöhe. Sie müssen – soweit zumutbar – dafür sorgen, dass der Schaden an Haus und Einrichtung so niedrig wie möglich bleibt. Decken Sie zum Beispiel undichte Dachfenster nach dem Unwetter mit einer Plane ab. Sie riskieren sonst weitere Schäden, für die der Versicherer nicht zahlt.
  • Beweise. Lassen Sie die Schadenstelle ansonsten soweit wie möglich unverändert, bis der Versicherer jemanden vorbeischickt oder weitere Vorgaben macht. Ist das nicht möglich, weil Sie nur durch Veränderungen weitere Schäden vermeiden können, machen Sie Fotos.
  • Reparatur. Sprechen Sie sich mit dem Versicherer ab, bevor Sie einen Schaden endgültig reparieren lassen oder Einrichtungsgegenstände neu kaufen.
  • Belege. Damit Sie Ihren Besitz nach einem Schaden gegenüber dem Hausratversicherer besser nachweisen können, sollten Sie alle Rechnungen für Ihre Einrichtungsgegenstände sammeln und eine Liste erstellen. Machen Sie Fotos von besonders wertvollen Objekten. Bewahren Sie diese an einem sicheren Ort außerhalb der Wohnung auf.
  • Leistung. Der Versicherer muss nicht sofort zahlen: Er hat das Recht, die Höhe eines Schadens in Ruhe zu prüfen. Spätestens einen Monat nach Meldung des Schadens haben Sie aber Anspruch auf eine Abschlagszahlung.

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