Wenn ein Versicherer Leistungen ablehnt, hat der Kunde höchstens sechs Monate Zeit, seine Ansprüche einzuklagen. Dies ist im Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Und deshalb lehnte das Oberlandesgericht ­Koblenz den Antrag einer Witwe auf Prozesskostenhilfe für eine Klage gegen eine Versicherung ab (Az. 10 W 285/02).

Die Richter sahen für die Klage der Frau gegen den Lebensversicherer ihres verstorbenen Mannes wegen der versäumten Frist keine Erfolgsaussichten. Das Unternehmen hatte nach dem Tod des Mannes nicht gezahlt. Denn er habe bei Vertragsabschluss falsche Angaben über seinen Gesundheitszustand gemacht. Erst zehn Monate nach diesem Bescheid des Versicherers klagte die Frau. Zu spät, so die Richter.

Tipp: Wenn Sie sich beim Versicherungsombudsmann beschwert haben, aber mit dem Ausgang dieses Verfahrens nicht zufrieden sind und vor Gericht gehen wollen, läuft die Frist länger. Die sechs Monate werden um die Zeit verlängert, die die Bearbeitung der Beschwerde beim Ombudsmann gedauert hat. Sie brauchen also keine Sorge zu haben, dass Sie Fristen versäumen, wenn Sie sich mit einer Beschwerde an den Ombudsmann wenden.

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