Menschen ohne Krankenversicherung bekommen jetzt die Chance, sich zu versichern. Ob in einer Kasse oder privat, hängt von der Vorgeschichte ab.

Zuletzt gesetzlich Versicherte können seit 1. April zu der Krankenkasse ge­hen, in der sie als letztes waren. Diese muss sie aufnehmen.

Gesetzlich versicherte Selbstständige mit geringen Einkünften müs­sen einen Mindestbeitrag zahlen. Dieser wurde zum 1. April von rund 250 Euro auf rund 170 Euro gesenkt.

Bei Beitragsschulden kann künftig niemand mehr aus der gesetzlichen Kasse herausfallen. Er erhält aber keine Leistungen, sondern nur noch eine Notbehandlung, bis er die Beiträge nachgezahlt hat. Auch wer absichtlich unversichert bleibt, um Beiträge zu sparen, und erst eintritt, wenn er krank ist, muss nachzahlen.

Zuletzt privat Versicherte können sich ab dem 1. Juli im Standardtarif einer privaten Gesellschaft ihrer Wahl versichern. Der Leistungsumfang ist bei allen Anbietern gleich, die Beiträge dürfen nicht höher sein als rund 500 Euro im Monat. Niemand darf wegen Krankheit abgelehnt werden. Ab Januar 2009 kommen diese Versicherten in den neuen Basistarif.

Noch nie krankenversichert: Hatte jemand noch nie eine Krankenversicherung, kommt es auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit an. War er Arbeiter oder Angestellter, kann er in eine gesetzliche Kasse, war er selbstständig, kann er sich privat versichern.

Tipp: Wenn Sie die Beiträge nicht zahlen können, wenden Sie sich ans Sozial­amt. Es kann Zuschüsse sowohl zur gesetzlichen als auch zur privaten Krankenversicherung zahlen.

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