Versicherungsmarkt

In Zukunft werden sich die Versicherer stärker um betuchte Privatkunden kümmern, das Massengeschäft mit Durchschnittsverbrauchern soll dagegen weiter standardisiert werden. Dies ist das Ergebnis einer im Januar veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Mummert + Partner.

Mehr Wettbewerb durch Liberalisierung der Märkte, Börsenflaute und hohe Personalkosten seien der Grund dafür, sich stärker den lukrativen Kunden zuzuwenden. Die Erstellung von Klassifizierungs- und Informationssystemen zum Herausfiltern der begehrten Kundschaft steht bei jedem zweiten Anbieter auf der Liste der Investitionspläne, ergab die Befragung von hundert Topmanagern aus führenden Versicherungsunternehmen.

Gebuhlt werden soll zum Beispiel um junge Akademikerehepaare, die den Kauf von Immobilien anstreben. Diese kommen nämlich nicht nur für Versicherungsprodukte infrage. Sie eignen sich auch besonders für das so genannte Cross-Selling ­ den Verkauf anderer Finanzprodukte wie zum Beispiel Bausparverträge oder Investmentfonds.

Ein 70-jähriger Rentner dagegen, der nur eine einzige Kfz-Police bei einem Unternehmen hat, würde künftig von den Außendienstmitarbeitern und von der Werbung eher ignoriert.

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