Das Stichwort: Versicherungsmakler

Nach Schätzung von Experten gibt es etwa 2.000 bis 3.000 Versicherungsmakler in Deutschland, die Versicherungen an Privatkunden vermitteln.

Beim unabhängigen Makler hat der Kunde einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Vertragsabschluss bei Ein-Firmen-Vertretern oder Agenturen: Ein solcher Versicherungsmakler ist nicht auf bestimmte Gesellschaften festgelegt. Anders als ein Firmenvertreter sollte er möglichst alle am Markt angebotenen Tarife führen.

Darüber hinaus hat der Versicherungsmakler laut Rechtsprechung als Interessenvertreter des Kunden zu handeln. Er hat eine umfangreiche Beratungspflicht. Geht durch den Fehler eines Maklers etwas schief, so haftet dieser mit seinem Vermögen für den entstandenen Schaden. Vorteil für den Kunden: Der Makler hat ein eigenes Interesse, Kunden vom Kauf eines für sie nachteiligen Produkts abzuraten oder sie auf eventuelle Lücken in ihrem Versicherungsschutz aufmerksam zu machen.

In der Regel ist die Arbeit des Maklers für den Kunden kostenlos. Er erhält von den Versicherungsgesellschaften eine Courtage für vermittelte Verträge. Das schränkt seine Unabhängigkeit allerdings ein: Denn da die Courtagen Verhandlungssache zwischen Maklern und Unternehmen sind, gibt es bei der Höhe gravierende Unterschiede. Bei gleichartigen Produkten ist also anzunehmen, dass der Makler eher dasjenige verkauft, an dem er mehr verdient.

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