So haben wir getestet

Im Test

Wir haben fünf Apps getestet, deren Anbieter registrierte Versicherungs­makler sind und die für Nutzer als Versicherungs­makler tätig werden, und als sechstes das Versicherung­scenter in der Check24-App. Ausgewählt haben wir Anbieter, die Kunden versprechen, sie in allen ihren Versicherungs­angelegenheiten zu betreuen und zu beraten, die ein breites Spektrum an Versicherungs­produkten abdecken und mit vielen in Deutsch­land ansässigen Versicherern koope­rieren. Außerdem sollten die Apps vergleichs­weise häufig installiert worden sein. Sie sollten mindestens 10 000 Downloads aufweisen.

Für den Test haben geschulte Test­personen den Anbietern Beratungs­anfragen gestellt. Zum einen baten die Tester um Einschät­zung eines konkreten Versicherungs­tarifs („Wie gut ist mein Tarif für mich?“). Zum anderen wurden alle Anbieter, außer Check24, in einem weiteren Test­szenario um eine Gesamt­analyse der eigenen Versicherungs­situation gebeten („Bin ich insgesamt gut versichert?“).

Bei den Beratungen zu den konkreten Tarifen ging es um die private Haft­pflicht-, Zahn­zusatz- oder Berufs­unfähigkeits­versicherung. Die Versicherungs­verträge waren entweder im Vorbesitz der Test­personen oder wurden eigens für den Test abge­schlossen. Die Szenarien Haft­pflicht- und Berufs­unfähigkeits­schutz wurden mit je einer Test­person pro Anbieter getestet. Die Zahn­zusatz­versicherung und ganz­heitliche Beratung mit je zwei Test­personen pro Anbieter.

Für jedes Test­szenario wurden relevante Merkmale der Teste­rinnen und Tester definiert, zum Beispiel vorhandene Versicherungen, Alter, Wohn- oder Einkommens­verhält­nisse.

Test­zeitraum

Ende Mai bis Anfang August 2019.

Beratungs­leistung (65 %)

Wir bewerteten zum Beispiel, ob der Makler den Versicherungs­tarif grund­sätzlich zu Recht als eher leistungs­stark oder eher leistungs­schwach einschätzte, wie er diese Einschät­zung begründete, ob er Fragen zum Bedarf des Kunden stellte und gegebenenfalls erkannte, wenn ein Versicherungs­tarif nicht zum Kunden passte. Wir bewerteten ebenfalls, welche Alternativ­vorschläge der Makler machte. Bei der ganz­heitlichen Beratung stand im Vordergrund, inwiefern der Makler die Lebens­umstände des Kunden erfragte, welche Versicherungen er als besonders wichtig oder über­flüssig für den Kunden erachtete und ob der Makler bestehende Versicherungs­verträge bewertete.

Information über Maklerstatus (20 %)

Wir haben bewertet, wie früh­zeitig und eindeutig der Versicherungs­makler darauf hinwies, dass er ein Makler ist. Der Begriff „Makler“ sollte dabei genannt werden. Weiterhin sollten Kunden an geeigneter Stelle erfahren, was es für sie bedeutet, wenn sie im Rahmen der App-Nutzung ein Maklerverhältnis eingehen. In der Regel unter­schreiben sie ein Maklermandat inklusive Maklervoll­macht. Weitere recht­lich verpflichtende Verbraucher­informationen haben wir ebenfalls auf Voll­ständig­keit geprüft, zum Beispiel, ob die App auf die Schlichtungs­stelle Versicherungs­ombuds­mann hinweist.

Dokumentation (10 %)

Wir bewerteten, inwiefern Kunden auch zu einem späteren Zeit­punkt nach­voll­ziehen konnten, was im Verlauf der Beratung – sei es telefo­nisch oder per Chat – besprochen wurde und welcher Rat in der auto­matisierten Bedarfs­analyse gegeben wurde und warum. Weiterhin erfassten wir zum Beispiel, ob das Maklermandat dauer­haft in der App verfügbar ist und per E-Mail zugestellt wurde.

Import der Verträge (5 %)

Wir prüften, ob die Versicherungs­verträge im Test fehler­frei in die App importiert und ob Kunden informiert wurden, wie lange der Import dauern könnte. Wir bewerteten zudem, ob Versicherungs­unterlagen als Foto hoch­geladen werden können.

Mängel in Maklermandat und Maklervoll­macht (0 %)

Ein Jurist prüfte die Maklermandate und Maklervoll­machten unserer Tester auf problematische Rege­lungen.

Mängel in AGB / Nutzungs­bedingungen (0 %)

Ein Jurist prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen oder Nutzungs­bedingungen auf unwirk­same Klauseln, die Kunden unzu­lässig benach­teiligen.

Mängel in Daten­schutz­erklärung (0 %)

Ein Jurist prüfte die Daten­schutz­erklärungen auf Mängel.

Daten­sende­verhalten (0 %)

Mithilfe eines Proxys, der den Daten­verkehr der App mit dem Anbieter­server mitschreibt (sogenannte Man-in-the-middle-Attacke), lasen wir bei der Nutzung am Smartphone (Android und iOS) die gesendeten Daten aus den Apps aus, entschlüsselten sie, wenn nötig, und analysierten sie. Das Urteil lautete kritisch, falls Daten gesendet wurden, die für die Nutzung der App nicht notwendig sind. Dies gilt zum Beispiel für die Über­tragung des Mobil­funk­netz­betreibers.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel auf das Finanztest-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen*) gekenn­zeichnet.

Deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen und sehr deutliche Mängel in der Daten­schutz­erklärung führten zu einer Abwertung des Finanztest-Qualitäts­urteils um eine halbe Note.

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TestVersicherungs­makler-App16.12.2019
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