Versicherungskammer Bayern Schnelltest

Angebot: Ergänzend zur Autoversicherung bietet die Versicherungskammer Bayern jetzt auch eine Fahrerunfallversicherung an.

Die Versicherung gibt es in der Variante Kompakt für 48,90 Euro Beitrag im Jahr und in der Variante Optimal für 77,95 Euro. Wenn der Fahrer eines Autos durch eine Unfallverletzung länger als sechs Wochen arbeitsunfähig krankge­schrie­ben ist, erhält er danach bis zu zwölf Monate lang ein „Unfallgeld“ (Kompakt: monatlich 1 200 Euro, Optimal 1 800 Euro). Wird danach eine Erwerbsminderung von mindestens 60 Prozent festgestellt, erhält er eine Rente (Kompakt: monatlich 1 500 Euro, Optimal: 2 500 Euro). Stirbt er an den Unfallfolgen, erhalten Ehepartner und Kinder eine Rente.

Vorteil: Autofahrer bekommen auch dann Geld, wenn sie einen Unfall selbst verursacht haben oder wenn die Schuldfrage ungeklärt ist. Damit sollen solche Angebote eine Versicherungslücke in der Autoversicherung schließen.

Nachteil: Die Versicherung gilt nur, wenn der ­Besitzer des Autos selbst am Steuer saß und in ­einen Unfall verwickelt wurde. Für eine derart eingeschränkte Leistungszusage ist die Versicherung recht teuer.

Dazu kommt eine weitere Einschränkung: Fahrer unter 23 Jahren und auch Ältere ab 65 Jahren ­erhalten keinen Versicherungsschutz.

Fazit: Für die Risiken, die eine Fahrerunfallversicherung abdeckt, gibt es besseren Schutz. Viele Leute haben ihn ohnehin schon. Eine „normale“ Unfallversicherung gilt 24 Stunden und ist nicht nur aufs Autofahren beschränkt. Um Partner und Kinder für den Fall des eigenen Todes abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung besser.

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