Passen Ihre Versicherungen zu Ihrem Leben? Lesen Sie, was nötig ist, und geben Sie nicht zu viel aus.

Geschniegelte Männer um die 30 in weißen Hemden und schwarzen Anzügen: Friends Financial Coaching nennen sich die Versicherungs­vermittler, die im Berliner Stadt­teil Charlottenburg auf 300 Quadrat­metern ihre Zentrale haben.

Freundlich und redegewandt legt der junge Mann los: „Es gibt in Deutsch­land 2 300 Banken, 595 Versicherungen, 1 200 Immobilien- und Investment­unternehmen. Zusammen bieten diese rund 100 000 unterschiedliche Produkte. Ein unüber­sicht­licher Markt – für den Verbraucher kaum zu durch­schauen. Wir helfen Ihnen, indem wir zuerst computer­gestützt die guten Produkte heraus­filtern und aus den verbleibenden 4 000 Produkten die für Sie passenden finden.“

Auf die Frage nach dem Preis für diese Arbeit schweigt er zunächst. 2 000 bis 4 000 Euro lautet schließ­lich seine Antwort. „Oder wir machen es ohne Geld. Keine Bezahlung im üblichen Sinne, sondern Sie geben mir einfach fünf bis zehn Ihrer engen Kontakte.“

Versicherung­scheck Test

Beitrag muss zum Einkommen passen

Susanne Meitner* ist so ein Kontakt. Eine Freundin hat sie an die Versicherungs­firma vermittelt. Meitner ist 23 und arbeitet bei einer Film­produktions­firma. Sie hat monatlich knapp 1 600 Euro netto zur Verfügung. Seit ihrem Termin beim Vermittler gehen 350 Euro davon jeden Monat für Versicherungen drauf, die gesetzliche Krankenkasse nicht mitgerechnet.

Das meiste Geld steckt die 23-Jährige in eine fonds­gebundene Renten­versicherung. „Ich zahle für die Alters­vorsorge 230 Euro monatlich, aber nun habe ich den Beitrag auf 60 Euro runter­geschraubt, damit ich mit meinem Freund in den Urlaub fahren kann.“

Für viel Geld unter­versichert

Neben dem Alters­vorsorgever­trag hat Meitner eine Hausrat­versicherung, eine Kranken­zusatz- und eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abge­schlossen. Ihre bestehende Unfall­versicherung hat sie behalten.

Eine Privathaft­pflicht­versicherung hat die 23-Jährige bis heute nicht. Dabei ist diese – neben der Kranken­versicherung – die wichtigste Versicherung über­haupt. Und sie ist preis­wert. Sehr gute Tarife gibt es bereits ab 50 Euro pro Jahr.

Einem Versicherungs­vermitt­lerer bringt der Abschluss einer Privathaft­pflicht wenig Geld. Der Verkauf einer fonds­gebundenen Renten­versicherung ist dagegen lukrativ.

Tipp: Sie sollten sich vor einem Termin bei einem Versicherungs­vermittler immer klar machen, dass dieser in erster Linie Verkäufer ist. Eine unabhängige Beratung bekommen Sie beispiels­weise bei einer Verbraucherzentrale.

Die eigenen Risiken kennen

Laut Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft (GDV) hat im Jahr 2011 jeder private Haushalt knapp 10 Prozent des verfügbaren Einkommens für Versicherungen ausgegeben. Seit Meitner ihren Beitrag für die Alters­vorsorge reduziert hat, bezahlt sie für ihre privaten Versicherungen 2 160 Euro pro Jahr. Mit rund 11 Prozent ihres Jahres­einkommen liegt sie damit leicht über dem Durch­schnitt.

„Je nach Alter, Lebens­situation und Mentalität ergibt sich ein anderer Versicherungs­bedarf. Nicht jeder braucht jede Versicherung“, sagt Christian Ponzel vom GDV. „Jeder muss für sich entscheiden, welche seiner persönlichen Risiken er absichern möchte und welche er alleine tragen kann. Voraus­setzung dafür ist natürlich, dass man seine Risiken kennt und sich damit auseinander­setzt.“

Die wichtigsten Versicherungen

Eine Kranken- und eine private Haft­pflicht­versicherung braucht jeder zu jeder Zeit. Kinder sind über ihre Eltern mitversichert, oft auch noch in den ersten Jahren ihrer Voll­jährigkeit.

Menschen mit Auto sind gesetzlich verpflichtet, eine Kfz-Haft­pflicht­versicherung abzu­schließen. Hunde- und Pferde­besitzer sollten unbe­dingt eine Tierhalterhaft­pflicht­police haben, Öltank­besitzer eine Gewässerschäden-Haft­pflicht­versicherung.

Diese Haft­pflicht­policen sind deshalb so wichtig, weil jeder mit seinem ganzen Hab und Gut haftet, wenn er anderen einen Schaden zufügt. Vor allem, wenn Menschen verletzt werden, kann das den finanziellen Ruin bedeuten.

Für Eigentümer vermieteter Immobilien ist eine Haus- und Grund­besitzerhaft­pflicht­police sehr sinn­voll. Bauherren, die für eine Baustelle verantwort­lich sind, brauchen eine Bauherren-Haft­pflicht­versicherung. Beide haften aber nur, wenn sie ihre Sorgfalts­pflichten verletzen.

Tipp: In kleinem Umfang sind Öltank, Bauvorhaben und Haus- und Grund­besitz häufig in einer normalen Privathaft­pflicht­versicherung abge­deckt. Fragen Sie im Zweifel Ihren Versicherer.

Mit 18 geht das Spiel los

Susanne Meitner hat bisher weder Hund, noch Auto, geschweige denn ein Haus oder einen Öltank.

Mit 18 hat sie sich zum ersten Mal mit ihrem Versicherungs­schutz auseinander­gesetzt. „Als ich kurz nach meinem 18. Geburts­tag ausgezogen bin, musste ich mir zwangs­läufig Gedanken machen.“

Häufig ist es die Auslands­reise-Kranken­versicherung, um die sich erwachsene Kinder als erstes kümmern müssen. Denn viele Versicherer beschränken den Schutz für Kinder im Familien­tarif bis zur Voll­jährigkeit. Nur wenige Versicherer bieten Schutz bis zum 25. Geburts­tag.

Der 25. Geburts­tag ist auch die Grenze, wenn es um die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse geht. Kinder können auch vorher schon rausfliegen, wenn sie berufs­tätig sind oder mehr als 385 Euro Einkommen pro Monat aus Lohn, Unter­halts­leistungen oder Miet­einnahmen haben (siehe Tabelle oben rechts).

Meitner ist gesetzlich kranken­versichert. Zusätzlich hat sie beim Vermittler einen Kombiver­trag aus Reisekranken- und Zahn­zusatz­versicherung abge­schlossen.

Vor allem die Reisekranken­versicherung ist wichtig. Denn Kassenpatienten bekommen im Ausland zum Beispiel keinen Krankenrück­trans­port bezahlt und selbst in der Europäischen Union nicht immer alle Behand­lungs­kosten erstattet. Die Zusatz­versicherung ist für beliebig viele Reisen im Jahr günstig zu haben: Sehr gute Reise-Krankenversicherungen gibt es für rund 10 Euro pro Jahr. Dabei darf die einzelne Reise aber nicht länger als acht Wochen dauern.

Lange nicht so wichtig ist eine Zahn­zusatz­versicherung. Doch für Kassenpatienten, die wie Meitner eine hoch­wertigere Zahn­versorgung wünschen als die Kasse sie bietet, kann die Police sinn­voll sein.

Tipp: Zusatz­versicherungen gibt es für viele Produkte und Dienst­leistungen, wie Brillen, Chef­arzt­behand­lung oder Einbett­zimmer im Kranken­haus. Sie sollten sich vor dem Abschluss immer die Frage stellen, ob Sie die Leistung nicht besser aus eigener Tasche bezahlen, als jahre­lang in eine Versicherung einzuzahlen. Oft ist das Geld alternativ besser angelegt als in einer Versicherung.

Diese Versicherungen sind über­flüssig

Unsinnig – weil oft teuer bei wenig Leistung – sind Ausbildungs-, Kranken­haus­tagegeld- oder Reisege­päck­versicherungen. Auch spezielle Smartphone-, Tablet- und Laptop-Versicherungen sind kritisch zu prüfen. Häufig sind die Leistungen an ein derart enges Bedingungs­werk geknüpft, dass der Versicherer im Fall der Fälle selten das zahlt, was sich die Kunden erhofft haben.

Unnötig ist meist eine Insassen­unfall­versicherung. Denn die Leistung dieser Police für Mitfahrer ist durch die Kfz-Haft­pflicht­versicherung abge­deckt. Nur der Fahrer wäre im Fall eines selbst verschuldeten Unfalls extra geschützt. Dieser ist aber durch eine private Unfall- oder Berufs­unfähigkeits­versicherung besser abge­sichert.

Angst vor Berufs­unfähigkeit

Meitner hat jetzt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung. Ihr Voll­zeitjob in der Film­produktions­firma ist extrem kräftezehrend: Lange Arbeits­zeiten und permanenter Stress nagen an der Gesundheit. Sollte die 23-Jährige krank­heits­bedingt auf Dauer ausfallen oder nicht mehr in der Lage sein, ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent auszuüben, bekäme sie von ihrem Versicherer eine Rente von 1 000 Euro pro Monat.

Gut sechs Monate hat es gedauert, bis Meitner den Vertrag hatte. Etliche ärzt­liche Gutachten musste sie dafür einreichen. In den ersten drei Jahren zahlt sie für den Schutz rund 30 Euro pro Monat. Ab dem 26. Geburts­tag steigt der Beitrag auf monatlich 45 Euro. Durch weiteres Aufstocken der Beiträge hat Meitner die Möglich­keit, die Rente für den Leistungs­fall anzu­heben.

Tipp: Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen keine Berufs­unfähigkeits­versicherung bekommen oder nur zu extrem schlechten Konditionen, bleiben Ihnen Alternativen mit begrenztem Schutz, etwa eine Erwerbs­unfähigkeits- oder eine Unfall­versicherung. Im Test Arbeitsunfähigkeit geben wir im Internet einen Über­blick.

Eine private Unfall­versicherung

Eine private Unfall­versicherung hatte Meitner bereits vor der Berufs­unfähigkeits­versicherung. Die Unfall­police zahlt eine größere Summe, wenn Meitner in der Frei­zeit oder zuhause durch einen Unfall beispiels­weise Gehör, Augen­licht, einen Finger, die Hand oder das Bein verliert. Bei Krankheiten zahlt die Unfall­versicherung nicht. Sie kann eine Berufs­unfähigkeits­police deshalb nicht ersetzen. Nach einem Unfall kann die hohe Einmalzahlung jedoch eine will­kommene Ergän­zung der Rente sein.

Tipp: Viele Unfall­versicherungen bieten zu wenig Leistung. Achten Sie darauf, dass Sie einen leistungs­starken Tarif wählen, der mindestens eine Summe von 500 000 Euro bei Vollinvalidität bietet.

Gemein­same Wohnung, ein Vertrag

Die 23-jährige Berlinerin hat eine eigene kleine Wohnung, über­nachtet aber regel­mäßig bei ihrem Freund. Sollten die beiden in eine gemein­same Wohnung ziehen, können sie sich einige doppelte Policen sparen.

Ein Partner kann in den Vertrag des anderen aufgenommen werden. Die zweite, dann über­flüssige Police kann zum Ende des Versicherungs­jahres gekündigt werden. Einige Versicherer lassen aus Kulanz auch eine sofortige Kündigung zu.

Bei gemein­samem Wohn­sitz reicht zum Beispiel ein Vertrag für die Hausrat- und die Auslands­reise-Kranken­versicherung.

Für den Privathaft­pflicht­schutz gibt es ebenfalls Paar­verträge. Doch die haben auch Nachteile.

„Bei einem Paar­vertrag können gegen­seitige Schaden­ersatz­ansprüche nicht mehr geltend gemacht werden“, sagt Stephan Schweda vom GDV. „Behält dagegen jeder seinen eigenen Vertrag, ist das weiterhin möglich, trotz gemein­samer Wohnung. In dem Fall muss der Versicherer zahlen, wenn ein Partner versehentlich ein Glas Saft über den Laptop des anderen kippt.“

Unter Eheleuten sind gegen­seitige Ansprüche dagegen sowieso ausgeschlossen. Wer heiratet, sollte sich deshalb umge­hend um einen gemein­samen Haft­pflicht­vertrag kümmern und sich den dann unnötigen zweiten Versicherungs­beitrag sparen.

Tipp: Bei Heirat können Sie den jüngeren Vertrag übrigens sofort kündigen.

Kinder kostenlos mitversichern

Viele Versicherer bieten Familien­tarife, in denen Kinder kostenlos mitversichert sind. Das gilt auch für die Privathaft­pflicht­police. Trotzdem zahlt nicht jede Versicherung für Schäden, die Kinder unter sieben Jahren anrichten. Der Hintergrund: Kleine Kinder gelten als „delikt­unfähig“. Das heißt, sie können für einen Schaden nicht haft­bar gemacht werden. Im Straßenverkehr liegt die Grenze sogar bei zehn Jahren. Gibt es niemanden, der für einen Schaden verantwort­lich gemacht werden kann, muss auch die Versicherung nicht zahlen. Fährt das Kleinkind mit dem Laufrad gegen das Auto des Nach­barn und verursacht einen teuren Lack­schaden, kann das für die Eltern unangenehm sein, wenn die Versicherung dafür nicht aufkommt.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Versicherung darauf, ob bei Schäden von delikt­unfähigen Kindern gezahlt wird. Die Tarife in unserer Tabelle bieten diese Leistung zumindest bis zu 5 000 Euro.

Die Liebsten finanziell absichern

Heirat, Hauskauf, Familien­gründung – bei solchen Schritten im Leben stellt sich häufig auch die Frage nach der Absicherung der Liebsten. Vor allem junge Familien brauchen Geld, falls der Haupt­verdiener stirbt. Sei es für die Betreuung oder Ausbildung der Kinder oder für die Schulden, die noch auf einer Immobilie lasten. Eine Risiko­lebens­versicherung ist dafür ideal.

Vermittler raten gerne zu einer Kapital- statt einer Risiko­lebens­versicherung. Als Argument führen sie an, in einer Kapital­lebens­versicherung sei das Geld nicht verloren – anders als aus der Risiko­police gäbe es auch eine Auszahlung, wenn niemand stirbt.

Das Problem: Die Kapital­lebens­versicherung ist eine Kombination aus Risiko­absicherung und Spar­vertrag. Der Vertrag ist deshalb extrem teuer. Die Gefahr ist groß, dass der Risiko­schutz zu knapp ist, damit der Beitrag bezahl­bar bleibt. Kann der Kunde sich den Vertrag irgend­wann nicht mehr leisten, muss er mit der Geld­anlage auch den Todes­fall­schutz kündigen.

Scheidung statt Eheglück

Nicht immer hält die Ehe ein Leben lang. Kommt es zur Scheidung, ist der Versicherungs­schutz anzu­passen. Bis zum Scheidungs­termin reicht eine gemein­same Privathaft­pflicht­police. Danach kann nur derjenige den Vertrag weiterführen, der als Versicherungs­nehmer einge­tragen ist. Der andere muss sich um eine neue eigene Versicherung kümmern. Meist ist es sinn­voll, schon direkt nach der Trennung einen neuen Vertrag abzu­schließen, um unnötigen Streit zu vermeiden.

Kinder bleiben nach der Scheidung sowohl über den Vater als auch über die Mutter versichert.

Bei Policen wie einer Risiko­lebens­versicherung und einer privaten Unfall­versicherung mit Todes­fall­leistung sollten die Ex-Partner darüber nach­denken, ob sie den Bezugs­berechtigten ändern wollen.

Tipp: Mehr zur Thema lesen Sie in unserem neuen Buch „Aus und Vorbei. Hilfe bei Scheidung und Trennung.“ Sie bekommen es für 18,90 Euro im Buch­handel oder unter www.test.de/shop bei uns im Internet.

Ab in die Rente

Bis zur Rente sind es für Susanne Meitner noch 44 Jahre. Mit Eintritt ins Renten­alter endet ihre Berufs­unfähigkeits­versicherung auto­matisch. Ihre Unfall­versicherung läuft dagegen weiter. Gerade im Alter gewinnt die Unfall­versicherung an Bedeutung.

Es gibt sogar eine spezielle Variante für ältere Menschen: die Senioren-Unfall­versicherung. Diese Police bietet neben Geld Hilfe­leistungen wie einen täglichen Menü­service, eine Haus­halts­hilfe und eine Begleitung zum Arzt. Das alles kann hilf­reich sein, wenn ein älterer Mensch nach einem Unfall seinen Alltag eine Zeit lang nicht mehr allein bewältigen kann, aber nicht genug Hilfe von Freunden oder Verwandten bekommen kann.

Tipp: Empfehlens­werte Tarife finden Sie im Internet unter www.test.de/seniorenunfallversicherung und in Finanztest 06/2013.

Heim und Demenz

Steht für ältere Menschen ein Umzug ins Heim an, sollten sie oder ihre Lieben über­prüfen, welche Versicherungen über­flüssig werden. Die Privathaft­pflicht­versicherung muss bleiben. Der Schutz gehört auch im Alter unbe­dingt dazu.

Eventuell lohnt aber ein Wechsel der Police, wenn die eigene Versicherung für mögliche Schäden an der Einrichtung in einem Heim und an medizi­nischen Geräten nicht aufkommt.

Tipp: Eine Demenz müssen Sie dem Versicherer nicht melden! Die Versicherung prüft bei einem Schaden, ob der Schädiger für sein Tun haft­bar gemacht werden kann. Ist das nicht der Fall, wehrt sie die Forderungen der Gegen­seite ab.

Im Todes­fall

Stirbt ein Mensch, gibt es viele Dinge, die seine Angehörigen beschäftigen. An die Versicherungen denken dann wohl die wenigsten. Doch es gibt Policen, bei denen sie im Todes­fall schnell sein müssen. Ist beispiels­weise ein Unfall die Todes­ursache, haben Angehörige nur 48 Stunden Zeit, um die Unfall­versicherung zu informieren.

„Das Unternehmen muss die Möglich­keit haben, den Fall zu prüfen und gegebenenfalls eine Obduktion vorzunehmen“, sagt Stephan Schweda vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft. „Andere, wie die Lebens- oder Ster­begeld­versicherer, haben im Vertrags­werk geregelt, dass der Tod ‚unver­züglich‘ zu melden ist. Damit wird den Angehörigen meist eine Woche einge­räumt.“

Bei Policen wie der Hausrat- und Privathaft­pflicht­versicherung kommt es darauf an, ob der Verstorbene als Versicherungs­nehmer für mehrere Menschen den Vertrag abge­schlossen hat oder allein versichert war. Eine Familien­police besteht weiter, bis der nächste Beitrag fällig wird. Solange sind Partner und Kinder geschützt.

Letzt­lich geht es immer darum, ob das versicherte Risiko mit dem Tod eines Menschen wegfällt. Ist das nicht der Fall, bleibt der Versicherungs­schutz vor­erst erhalten. Die Erben können die Verträge anpassen und über­nehmen oder zum Ablauf des Vertrags kündigen.

*Name von der Redak­tion geändert.

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