Versicherung­scheck Test

Haben Sie den richtigen Versicherungs­schutz? Nicht jeder braucht jede Versicherung zu jeder Zeit. Entscheidend ist, dass man seine eigenen Risiken kennt und sich mit diesen auseinander­setzt. Finanztest sagt, welche Versicherungen Sie wann unbe­dingt brauchen und auf welche Sie generell verzichten können. Übrigens: Sie können Ihren Versicherungs­bedarf auch ganz spielerisch heraus­finden – im inter­aktiven und kostenlosen Versicherungscheck auf test.de.

Die wichtigsten Versicherungen

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Eine Krankenversicherung und eine private Haftpflicht braucht jeder zu jeder Zeit. Kinder sind über ihre Eltern mitversichert, oft auch noch in den ersten Jahren ihrer Voll­jährigkeit. Menschen mit Auto sind zudem gesetzlich verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzu­schließen. Hunde- und Pferde­besitzer sollten unbe­dingt eine Tierhalter-Haftpflichtpolice haben – Öltank­besitzer eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung. Diese vier Haft­pflicht­policen sind deshalb so wichtig, weil jeder Mensch mit seinem ganzen Hab und Gut haftet, wenn er anderen einen Schaden zufügt. Vor allem, wenn Menschen schwer verletzt werden, kann das in die Millionen gehen und unter Umständen den finanziellen Ruin bedeuten, sofern man nicht entsprechend versichert ist.

Wichtig für Immobilien­besitzer

Für Eigentümer von vermieteten Immobilien ist außerdem eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtpolice sehr sinn­voll. Bauherren, die für eine Baustelle verantwort­lich sind, brauchen eine Bauherren-Haftpflichtversicherung. Beide haften aber nur, wenn sie ihre Sorgfalts­pflichten verletzen – dann aber ebenfalls mit ihrem gesamten Vermögen.

Tipp: In kleinem Umfang sind Öltank, Bauvorhaben und Haus- und Grund­besitz häufig in einer normalen Privathaft­pflicht­versicherung abge­deckt. Fragen Sie im Zweifel Ihren Versicherer.

Private Zusatz­versicherungen kritisch prüfen

Neben den Haft­pflicht­policen und der Kranken­versicherung, gibt es für viele Produkte und Dienst­leistungen Zusatz­versicherungen. Spezielle Policen gibt es zum Beispiel für Brillen, die Chef­arzt­behand­lung oder Einbett­zimmer im Kranken­haus. Vor dem Abschluss solcher privaten Zusatzpolicen sollten Verbraucher sich immer die Frage stellen, ob sie die Leistung im Ernst­fall nicht besser aus eigener Tasche bezahlen, als jahre­lang in eine Versicherung einzuzahlen. Mitunter ist das Geld alternativ besser angelegt als in einer Versicherung.

Diese Versicherungen sind häufig über­flüssig

Unsinnig – weil oft teuer bei wenig Leistung – sind Ausbildungs-, Kranken­haus­tagegeld- oder Reisege­päck­versicherungen. Auch spezielle Smartphone-, Tablet- und Laptop-Versicherungen sind kritisch zu prüfen. Häufig sind die Leistungen an ein derart enges Bedingungs­werk geknüpft, dass der Versicherer im Fall der Fälle selten das zahlt, was sich die Kunden erhofft haben. Unnötig ist meist eine Insassen­unfall­versicherung. Denn die Leistung dieser Police für Mitfahrer ist durch die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Unfall­ver­ursachers abge­deckt. Nur der Fahrer wäre im Fall eines selbst verschuldeten Unfalls extra geschützt. Dieser ist aber durch eine private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung besser abge­sichert.

Richtiger Schutz abhängig von der Lebens­situation

Der erste Job, die Heirat, die Geburt eines Kindes, die Scheidung, ein Todes­fall, der Eintritt in den Ruhe­stand oder der Umzug ins Seniorenheim – bei all diesen Ereig­nissen im Leben ändert sich der Bedarf an Versicherungen. In diesem Zusammen­hang sollte deswegen grund­sätzlich auch die Versicherungs­frage gestellt werden: Welche Policen brauche ich neu, welche sind jetzt verzicht­bar? Außerdem bringt der Artikel Tabellen mit einer Auswahl der besten und güns­tigsten wichtigen Policen und gibt Tipps, wie Sie Beiträge sparen können.

Experten geben Antwort im Chat

Noch Fragen zum Thema? Finanztest-Experten stehen Ihnen Rede und Antwort: am Mitt­woch, 2. Oktober, von 13 bis 14 Uhr im Chat auf test.de. Sie können jetzt schon Ihre Fragen stellen.

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