Durch Manipulationen und Betrügereien von Versicherungs­mit­arbeitern im Innen- und Außen­dienst sind Versicherungs­unternehmen im Jahr 2014 Schäden von mehr als 12,7 Millionen Euro entstanden. Dabei erschlichen sich beispiels­weise Mitarbeiter Provisionen, indem sie Anträge fälschten oder Computer manipulierten. Das führte dazu, dass Geld von Kunden auf ein Konto eines Vermitt­lers „umge­bucht“ wurden, so die staatliche Versicherungs­aufsicht Bafin.

Insgesamt erstatteten die Unternehmen 124 Straf­anzeigen. Versicherer sind verpflichtet, der Bafin „Unregelmäßig­keiten“ zu melden. Im Jahr 2014 gab es solche Meldungen über 373 Versicherungs­mit­arbeiter. In 89 Fällen ging es um „fingierte Verträge“. Über Schäden, die Kunden entstanden sind, „liegen keine Zahlen vor“, so ein Bafin-Sprecher. Das „Fehl­verhalten“ werde meist dem Versicherer zuge­rechnet, „so dass nur in Ausnahme­fällen der Versicherungs­kunde auf dem Schaden sitzen bleibt.“

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