Zum zweiten Mal in zwei aufeinander folgenden Jahren führt die Lebensversicherung mit 4.107 Fällen bei insgesamt 20.834 Beschwerden die Beschwerdestatistik des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen (BAV) in Berlin an. Im Jahr davor hatte sich das BAV mit 4.894 die Sparte Lebensversicherung betreffenden Beschwerden befassen müssen.

Die wichtigsten Beschwerdegründe waren jeweils die Reduzierung der prognostizierten Überschussbeteiligung ­ es gab also weniger Geld als versprochen ­ und ­ in der privaten Rentenversicherung ­ die geringeren Rentenauszahlungen durch die Verwendung neuer Sterbetafeln. Sterbetafeln sind Statistiken zur Lebenserwartung von Männern und Frauen in einem bestimmten Alter. Die Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Kalkulation mit neuen Sterbetafeln führte zu niedrigeren Renten, da ein längerer Bezugszeitraum angenommen wurde.

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