Es ist eine Kunst für sich, Versicherungstexte zu verstehen. In einer Studie der Technischen Universität Braunschweig unter Leitung des Sprachwissenschaftlers Günther Zimmermann wurden Personen zwischen 53 und 91 Jahren, von denen 89 Prozent einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss hatten, zwei Passagen aus Versicherungsbedingun­gen vorgelegt.

Im ersten Text ging es um die Definition von Schwerstpflegebedürf­tigkeit, im zweiten um nicht versicherte Leistungen in einer privaten Krankenversicherung. Teilweise benötigten die Probanden mehr als eine halbe Stunde, um fünf Sätze zu lesen, und verstanden sie dennoch nicht. Die Schriftgröße wurde regelmäßig als zu klein empfunden.

Keinerlei Schwierigkeiten hatten die Teilnehmer mit den beiden von der Universität umformulierten Alternativtexten.

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