Versicherungsantrag Meldung

Wer eine Berufs-unfähigkeits-versicherung abschließen möchte, wird auf Vorerkrankungen überprüft.

Versicherungsgesellschaften sollen Kunden, die eine private Kranken- oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, nur noch nach Krankheiten der letzten fünf Jahre fragen dürfen. Dafür hat sich der Petitionsausschuss des Bundestags einstimmig ausgesprochen.

Vor allem bei Berufsunfähigkeitsversicherungen fragen viele Anbieter bisher nach Erkrankungen, Unfällen und Arztbesuchen, die länger als fünf Jahre zurückliegen. In den regelmäßigen Untersuchungen von Finanztest bekommen sie deshalb ein schlechteres Qualitätsurteil.

Die Petition hatte ein Bürger eingereicht. Darin heißt es, die Versicherer seien nicht bereit, mit Psychiatrie- und Psychotherapiepatienten private Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Risikolebenspolicen abzuschließen. Denn sie hielten das Schadensrisiko selbst mehr als fünf Jahre nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung für nicht kalkulierbar.

Der Ausschuss empfahl, die Petition an das Bundesjustizministerium und den Bundestag zu überweisen. Das Ministerium und der Bundestag sollten die Vorschläge „gründlich prüfen und in die Überlegungen zur möglichen Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes einbeziehen“.

Dies gilt auch für die weiteren Forderungen in der Petition: Den Versicherern soll es verboten werden, die Kunden zu fragen, ob sie von einem anderen Unternehmen abgelehnt wurden. Auch soll es ihnen untersagt werden, personenbezogene Daten länger als fünf Jahre nach Ablehnung des Antrags oder Kündigung einer Police zu speichern.

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