Die Stuttgarter Allgemeine Versicherung muss sich an besondere Vereinbarungen ihrer Vertreter mit Kunden halten. Das hat das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden (Az: 2 U 216/98).

Das Gericht untersagte der Gesellschaft für ihre Unfallversicherungen eine Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Das Unternehmen hatte darin festgelegt, dass besondere Vereinbarungen mit Vermittlern nur gültig wären, wenn die Hauptverwaltung sie schriftlich bestätigt. Für die Praxis bedeutete das, dass sich Kunden im Streitfall häufig weder auf mündliche noch auf schriftliche Zusagen ihres Versicherungsvermittlers berufen konnten. Darin sah das Gericht eine zu große Benachteiligung der Kunden. Der Versicherungsagent sei in der Regel schließlich die einzige Person, mit der ein Kunde vor Vertragsschluss spreche, argumentierte das Gericht.

TiPP: Lassen Sie sich Zusagen Ihres Versicherungsvermittlers schriftlich geben. Ansonsten können Sie die Vereinbarungen im Nachhinein nur noch schlecht beweisen.

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