Lehre und Studium: In der Ausbildung

Versicherungs-Check Test

Ab ins Ausland: Will die angehende Afrika­wissenschaftlerin Lina Nientimp Zeit im Ausland verbringen, sollte sie nicht ohne eine zusätzliche Auslandsreise-Kranken­­versicherung reisen.

Die ersten eigenen Verträge sind erst nach und nach fällig.

Über das Thema Versicherungen hat sich Lina Nientimp bisher wenig Gedanken gemacht. „Ich fürchte, mir fehlt wichtiger Schutz“, sagt die 25-jährige Studentin. „Wir haben zum Beispiel in unserer WG schon einmal über eine Hausratversicherung nachgedacht, konnten uns dann aber nicht entscheiden.“

Doch so schlecht geschützt wie befürchtet ist die Berlinerin nicht. Studenten mit eigenem Haushalt sollten nur dann eine Hausratversicherung abschließen, wenn sie hochwertige Möbel oder elektrische Geräte besitzen. Sonst lohnt sich die Police häufig nicht.

Deutlich wichtiger ist die Privathaftpflichtversicherung. Doch auch hier muss Lina Nientimp noch nicht aktiv werden: Solange die Studentin der Afrikawissenschaften ihre Ausbildung nicht beendet hat und nicht heiratet, ist sie über den Vertrag ihrer Mutter versichert.

Seit kurzem hat die Berlinerin eine eigene Krankenversicherung. „Zum Geburtstag hat die Krankenkasse mir mitgeteilt, dass die kostenlose Familienversicherung über meine Mutter nicht mehr gilt“, erinnert sich die junge Frau.

Stichtag ist der 25. Geburtstag. Die Mitversicherung über die Eltern endet sogar schon eher, wenn ein Job neben dem Studium mehr als 400 Euro im Monat bringt.

Für Studenten, die vorher Wehr- oder Zivildienst geleistet haben, verlängert sich die kostenlose Familienversicherung um die Zeit ihres Dienstes. Während des Dienstes erhalten sie Heilbehandlungen kostenlos von ihrem Dienstherrn und benötigen keine eigene Krankenversicherung.

Alle Studenten können bei Beginn ihres Studiums wählen, ob sie in die gesetzliche studentische Krankenversicherung gehen oder einen Vertrag eines privaten Versicherers abschließen. Die private Variante kostet jedoch meist deutlich mehr als der gesetzliche Schutz.

Lina Nientimp zahlt seit ihrem 25. Geburtstag bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse den einheitlichen Studentenbeitrag von derzeit 49,40 Euro im Monat. Hinzu kommen für sie als Kinderlose noch 10,25 Euro für die gesetzliche Pflegeversicherung.

Ausbildung im Betrieb

Junge Leute, die anders als Lina Nientimp eine Berufsausbildung in einem Betrieb absolvieren und dafür ein Gehalt bekommen, brauchen von Anfang an eine eigene Krankenversicherung. Selbst wenn sie noch sehr jung sind, sind sie nicht mehr kostenlos bei ihren Eltern mitversichert. Der Schutz der Privathaftpflicht der Eltern gilt aber auch für sie oft bis zum Ende der Ausbildung, wenn sie nicht vorher heiraten.

Auch für junge Autobesitzer gibt es einen Spartipp, der für alle gilt: Sie können ihren Wagen günstig versichern, wenn sie die gleiche Gesellschaft wählen wie ihre Eltern oder wenn der Wagen gleich als Zweitwagen der Eltern angemeldet wird.

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