Versicherungs-Check Test

Sechs Fälle geprüft. Studenten, Berufsein­steiger, Häuslebauer, Familien, Geschiedene und Rentner. Sie brauchen unterschiedlichen Schutz. Wir haben den Versicherungsbedarf von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen analysiert.

Einige Versicherungen braucht jeder, andere sind nur in einer Lebensphase wichtig und manche immer Unsinn. Wir stellen den ­passenden Schutz zusammen und nennen die günstigen Tarife aus unseren Tests.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Versicherungs-Check

Zu viele Policen und zu wenig Schutz. Die Deutschen geben viel Geld für falsche Versicherungen aus.

Jeder Privathaushalt hat im vergangenen Jahr im Schnitt 2 960 Euro für Policen ausgegeben. Das sind 1 400 Euro pro Einwohner oder 115,9 Milliarden Euro insgesamt. Das ist mehr als 2004 und 2003.

Trotzdem haben nur 70 Prozent der Haushalte eine Privathaftpflichtversicherung. Diese Police ist unverzichtbar, weil sie hilft, wenn jemand einem anderen schadet – wenn zum Beispiel ein Radfahrer einen schweren Unfall verursacht oder ein Teenager beim Zündeln die ganze Scheune abbrennt. Die weniger wichtige Hausratversicherung haben dagegen fast 80 Prozent der Haushalte.

Den oft nötigen Schutz für den Fall der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit haben nur 23 Prozent, eine Vollkaskoversicherung fürs Auto dagegen über 34 Prozent.

Auf den folgenden Seiten haben wir den Versicherungsschutz der Menschen in sechs Berliner Haushalten überprüft.

Es gibt einige Versicherungen, die sie alle haben sollten. Das ist neben der Haftpflichtpolice die Krankenversicherung. Gesetzlich Krankenversicherte, die ins Ausland reisen, sollten zudem eine Auslandsreise-Krankenversicherung haben.

Und es gibt Policen, die keiner von ihnen abschließen sollte – zum Beispiel Ausbildungsversicherungen. Wer für seine Kinder sparen will, tut das besser mit Bank­produkten. Bei Ausbildungsversicherungen stehen wie bei Notebook-, Handy- oder Brillenpolicen Kosten und Nutzen in keinem guten Verhältnis.

Richtig versichern heißt Prioritäten setzen. Zuerst steht die Frage, welche Risiken für einen selbst oder die Familie den finanziellen Ruin bedeuten können. Dazu ­gehören Krankheit, Invalidität, Tod und schwere Schäden, die man anderen zufügt.

Wenn diese Risiken abgesichert sind, sollten Versicherungsnehmer Geld für die Altersvorsorge beiseite legen und sich dann erst Gedanken machen, ob sie sich mit einer Zusatzpolice die Chefarztbehandlung im Krankenhaus sichern wollen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 7787 Nutzer finden das hilfreich.