Familie: Zusammen mit Kindern

Mit Kindern wächst der Versicherungsbedarf, und das Geld wird knapper. Umso ­wichtiger ist die Wahl der richtigen Policen.

Versicherungs-Check Test

Sozialarbeiterin Bettina Jaeker-Jerusalem lebt mit ihrem Mann Alf Jerusalem, Arzt und Psychotherapeut, der gemeinsamen Tochter Julia und Lina (Mitte) im eigenen Haus in Köln. Lina stammt aus der ersten Ehe ihrer Mutter. Vater Alf hat auch noch zwei Kinder aus einer früheren Ehe.

Erst klein, dann groß, das soll auf sicherem Wege klappen. Besonders in Krisensituationen benötigen Eltern genügend Geld für ihre Kinder. Dann sind sie darauf angewiesen, dass eine Versicherungsgesellschaft einspringt.

Unerlässlich ist die Privathaftpflichtversicherung – allerdings auch für Kinderlose.

Ein Vertrag reicht für die gesamte Familie. Gibt es zwei Policen, kann eine gekündigt werden, die jüngere bei Verheirateten sofort. Auch Unverheiratete brauchen nur einen Vertrag, wenn sie zusammenleben. Sie können auf jeden Fall zum Ende des Versicherungsjahrs kündigen.

Eltern kleinerer Kinder sollten darauf achten, dass der Versicherer auch zahlt, wenn ihr Kind etwas anrichtet, für das es nicht haftbar gemacht werden kann. Bei Kindern unter sieben Jahren ist das so.

Im Straßenverkehr gilt die Einschränkung sogar bis zum zehnten Geburtstag: Hat ein neunjähriges Kind zum Beispiel mit seinem Fahrrad ein Auto zerkratzt, geht der Autobesitzer leer aus, falls die Eltern ­ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben.

Um Streit zu vermeiden, greifen Väter oder Mütter dann oft selbst in die Tasche. Ist der Schaden ihres „deliktunfähigen Kindes“ versichert, müssen sie das nicht.

Das preiswerte Angebot der Haftpflichtkasse Darmstadt mit 77 Euro im Jahr für zehn Millionen Euro Versicherungssumme bietet dies ebenso wie Huk24, Huk Coburg und Bruderhilfe. Sie zahlen zumindest für Schäden bis zur einer Summe von 5 000 Euro.

Größere Kinder

Wenn die Kinder wachsen, ändern sich die Erfordernisse. Familie Jerusalem aus Köln benötigt keine Deckungsklausel für deliktunfähige Kinder mehr. Das jüngste Kind ­Julia ist schon elf. Es kann für Schäden haftbar gemacht werden und ist in der Privathaftpflichtversicherung der Familie mitversichert. Die Versicherung würde zahlen, wenn Julia schuldhaft oder aus Versehen ­einen Schaden verursacht.

Mit vier Kindern, die finanziell noch von ihnen abhängen, achten die Jerusalems auf günstigen Schutz. „Wir gehen unseren Versicherungsschutz immer mal durch“, sagt Sozialarbeiterin Bettina Jaeker-Jerusalem, 46. „Und was wir nicht unbedingt brauchen, das haben wir nicht“, ergänzt Alf Jerusalem, 56, Arzt und Psychotherapeut.

So gibt es für das Eigenheim zwar die wichtige Wohngebäudeversicherung. Ein Brandschaden, der damit abgedeckt ist, ­wäre sonst verheerend. Eine Hausratpolice hat die Familie aber nicht. Alf Jerusalem: „Für Einbrecher ist bei uns nichts zu holen.“

Das Familienauto ist mit einer Vollkaskoversicherung rundum geschützt. Wegen ­einer hohen Schadenfreiheitsklasse ist das günstiger als eine Teilkaskoversicherung.

Bettina Jaeker-Jerusalem will für sich vielleicht noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. „Wenn das nicht zu teuer ist.“ Bei Vertragseinstieg jenseits der 40 kann das schnell der Fall sein. Dass Frau Jaeker kerngesund ist, dürfte ihr die Vertragssuche jedoch erleichtern.

Wichtig ist für Eltern auch ausreichender Todesfallschutz, den sie mit einer preiswerten Risikolebensversicherung bekommen. Hier müssen die Jerusalems nachlegen.

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