Versicherungen für die Urlaubsreise Meldung

Sorgenfrei in den Urlaub: Es reichen schon wenige Vorkehrungen, um auch in den Ferien gut abgesichert zu sein.

Reiseversicherungen im Paket sind teuer, oft unzureichend oder enthalten Überflüssiges.

„So viel Sicherheit sollte sein“ – so bieten Reisebüros Urlaubsversicherungen an. Im Paket werden Reiseabbruch, Krankheitskosten, Rück­tritt, Notruf, Haftpflicht und Unfall versichert. Klingt praktisch, ist aber teuer und bringt im schlimmsten Fall fast nichts: So sind 20 000 Euro bei Vollinvalidität viel zu wenig. Da wären eher 500 000 Euro erforderlich, wenn der Kunde ein Leben lang nicht mehr arbeiten kann. Aber dafür muss er schon eine richtige Unfallversicherung abschließen.

Ähnlich die Urlaubshaftpflicht: Ohnehin sollte jeder Haushalt eine Privathaftpflichtpolice haben. Die deckt Risiken im Urlaub auch mit ab. Und von der Reisegepäckversi­che­­rung halten wir nicht viel, denn wer sich ans Kleingedruckte hält, muss sein Gepäck wie ein Luchs bewachen, sodass es sowieso kaum gestohlen werden kann. Dagegen kann eine Reise­rücktrittskostenversicherung sinnvoll sein, allerdings nur bei teuren Reisen.

Reisekrankenversicherung Sie ist unverzichtbar. Praktisch sind Jahresverträge, weil sie für mehrere Reisen gelten, wobei jede meist nicht länger als 42 Tage dauern darf. Preiswerte Policen kosten 5 bis 8 Euro, für über 65-Jährige ab 13 Euro, für Familien ab 14 Euro. Günstige Anbieter sind zum Beispiel Allianz, Asstel, DBV-Winterthur, Debeka, Huk-Coburg, Nürnberger, Signal-Iduna.

Blitzüberweisung. Wer im Urlaub bestohlen wurde, kann schnell wieder an Bares kommen. Beim „Minutenservice“ von Postbank und Western Union ruft er eine Vertrauensperson in der Heimat an. Die zahlt bei der Post Geld ein, ruft dann den Urlauber zurück und nennt ihm eine Referenznummer sowie die nächste Zahlstelle vor Ort, meist Banken, Postfilialen, Reisebüros. Nach wenigen Minuten kann der Urlauber gegen Vorlage seines Ausweises das Geld in Empfang nehmen. Das kostet etwa 4 bis 5 Prozent vom Überwei­sungsbetrag. Einen ähnlichen Service bieten ei­nige Sparkassen über die Firma MoneyGram.

Sperre. Ab 1. Juli sollen Maestro-Kar­ten und Kreditkarten über die zentrale Rufnummer 116 116 gesperrt werden können, aus dem Ausland 00 49/116 116. Dem Notruf sind aber nicht alle Banken angeschlossen. Es ist daher sinnvoll, auch die bisherigen Sperrnummern zu notieren: 0 180 5/021 021 für Maestro, 0 01 63 67 22 71 11 für Eurocard/Mastercard, 0 01 41 05 81 99 94 für Visa.

Kopien. Werden Pass, Flugticket oder Papiere geklaut, helfen Kopien weiter – wenn sie nicht auch gestohlen wurden. Wer ganz sicher sein will, scannt alle Unterlagen und Notrufnummern ein und schickt sie als E-Mail an sich selbst. So sind sie von jedem Internetcafé aus zugänglich. Das ersetzt nicht die Originale, kann aber beim Beantragen von Ersatzpapieren sehr hilfreich sein.

Schließfach. Wer sich sorgt, dass Einbrecher während des Urlaubs die Wohnung plündern, kann Wertsachen im Bankschließfach unterbringen. Die kleinsten messen etwa 5 × 30 × 50 Zentimeter und kosten ab etwa 15 Euro im Jahr. In die größten – meist etwa 70 × 60 × 50 Zentimeter – passt schon ein ganzer Koffer. Das kann über 200 Euro kosten. Aber nicht alle Banken haben Schließfächer.

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