Mit dem Auto in die Berge

Für Flachlandtiroler ist die Fahrt in winterliche Berge ein Abenteuer. Wer die Regeln nicht kennt, setzt den Versicherungsschutz aufs Spiel.

Reifen und Ketten. Winterreifen müssen sein und auch Schneeketten gehören ins Auto. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind die Ketten auf ­allen Strecken Pflicht, die mit dem blauen Schneekettensymbol gekennzeichnet sind. Wer dort bei Schnee ohne fährt, ­riskiert seinen Versicherungsschutz. Zudem ist ein Bußgeld fällig. Urlauber, die selten in die Berge fahren, können sich Ketten bei einem Autoclub leihen.

Maut. Zahlreiche Alpenländer fordern von Autofahreren auf Autobahnen eine Mautgebühr. Das Fahren ohne Vignette wird bestraft. In Österreich sind zum Beispiel 120 Euro fällig.

Eine Zehntagesvignette kostet 7,60 Euro und ist eine sinnvolle Investition. Wer noch eine Jahresvignette 2005 hat, kann damit bis Ende Januar fahren. Vignetten gibt es an den Grenzübergängen.

Sicherheit. Eingeschneite Autos sind vollständig freizuräumen. Kann der Fahrer nur durch ein Guckloch sehen, muss er nach einem Unfall aufgrund der Sichtbehinderung damit rechnen, einen Teil des Schadens selbst zu tragen.

Bußgeld. In manchen Ländern gelten besondere Bußgeldregeln. So kostet das Warmlaufenlassen des Motors in der Schweiz 40 Euro. Wer mit dem Wintergepäck die Kennzeichen verdeckt, zahlt ebenfalls 40 Euro. Bei Schneefall ohne Abblendlicht zu fahren, kostet in Frankreich mindestens 68 Euro.

Vorfahrt am Berg. In Österreich und Deutschland muss auf engen Strecken derjenige warten oder zurücksetzen, dem es leichter fällt. Ansonsten hat der Hoch fahrende Vorrang. In der Schweiz und Frankreich muss größeren Fahrzeugen ausgewichen werden. Begegnen sich zwei Pkw, hat der aufwärts Fahrende Vorrang, außer er ist nah einer Ausweichstelle. Schweizer Besonderheit: Auf Strecken mit Postsymbol haben Busse Vorrang.

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