Versicherungen für Musik­instru­mente Test

Schön ist es, wenn die eigenen Kinder musizieren. Doch auch ganz schön teuer: Eine gute Geige für ein Kind kostet oft über tausend Euro. Was ist, wenn das wert­volle Stück kaputt­geht? Versicherungen für Musik­instru­mente bieten einen Rund­umschutz, sogar gegen Vergess­lich­keit. Doch die meisten Anbieter haben nur Gruppen­versicherungen im Repertoire. Die Stiftung Warentest hat vier Anbieter geprüft, bei denen auch Privatkunden ihre Musik­instru­mente versichern können.

Trans­port­schäden am häufigsten

Sinn­voll ist die Versicherung vor allem für teure Instru­mente. Doch Diebstahl spielt nur die zweite Geige: Die häufigsten Versicherungs­fälle sind Trans­port­schäden. Ein Kind stolpert, der Geigen­kasten kracht auf den Boden, die Geige poltert heraus. Doch bei der Musik­instru­menten­police zahlt der Versicherer auch bei Schusselig­keit. Im Branchenjargon heißt das voll­mundig „Allgefahren­deckung“. Sie umfasst Beschädigungen, Diebstahl, Abhanden­kommen und auch Liegenlassen.

Auf Ausschlüsse und den Geltungs­bereich achten

Mit der Allgefahren­deckung bieten Musikinstru­menten­versicherungen einen weit­gehenden Schutz. Doch natürlich gibt es auch Ausnahmen. Die Finanztest-Experten erklären, welche Ausschlüsse in der Praxis wirk­lich bedeut­sam sind. Für Musiker auf Reisen ist auch der Geltungs­bereich wichtig. Einige Verträge gelten nur in Deutsch­land. Hier gilt es, das Klein­gedruckte zu lesen.

Schutz für Zubehör

Die Versicherung erstreckt sich auf Musik­instru­mente und Zubehör, das im Versicherungs­schein aufgeführt ist, etwa Bögen, Hüllen, Koffer. Rock­bands können auch elektronisches Equipment wie Laut­sprecher und Verstärker versichern. Der Jahres­beitrag richtet sich nach Wert und Art des Instru­ments. Meist können Kunden wählen, ob sie den Neuwert oder den Zeit­wert versichern. Warum das wichtig ist, erklärt der Versicherungs­test.

Gruppen­vertrag statt Einzel­police

Statt einen Einzel­vertrag zu nehmen, können viele Kunden sich auch einem Gruppen­vertrag anschließen. Dach­verbände wie der Bundes­verband deutscher Lieb­haber­orchester bieten Rahmenverträge an. Darüber kann zum Beispiel das Streich­orchester der Kirchen­gemeinde alle Instru­mente seiner Musiker versichern. Die Versicherung gilt dann für jedes Instru­ment, auch wenn es nicht in der Police genannt wird. Was neu hinzukommt, ist auto­matisch versichert. In unserem Report erläutern die Versicherungs­experten der Stiftung Warentest genau, worauf Sie achten müssen.

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